Unterstützung für Strukturwandel, Beschäftigung und Konsum
China legt Plan für Dienstleistungssektor vor
Der chinesische Staatsrat hat am Dienstag Leitlinien zur Stärkung und Qualitätsverbesserung des Dienstleistungssektors veröffentlicht. Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren die industrielle Modernisierung zu fördern, den Lebensbedarf der Bevölkerung zu decken und die Beschäftigung auszuweiten.
Analysten zufolge wird dieser strategische Plan den wirtschaftlichen Strukturwandel und das hochwertige Wachstum Chinas weiter vorantreiben und zugleich neue Chancen für die globale Zusammenarbeit eröffnen.
Bis 2030 soll die Gesamtproduktion des Sektors voraussichtlich die Marke von 100 Billionen Yuan (etwa 14,67 Billionen US-Dollar) überschreiten. Dann soll sich ein Entwicklungsmodell mit höherer Qualität, optimierter Struktur, verbesserten Standards und größerer Dynamik grundsätzlich etabliert haben.
Zudem wird die Schaffung weiterer „China-Service“-Marken angestrebt, um die globale Wettbewerbsfähigkeit und den Einfluss des Sektors deutlich zu steigern und das Wohlstandsgefühl der Bevölkerung kontinuierlich zu verbessern.
Produktionsnahe Dienstleistungen sollen stärker spezialisiert und in höherwertige Bereiche der Wertschöpfungskette verlagert werden, während konsumnahe Dienstleistungen in Richtung hoher Qualität, Vielfalt und mehr Bequemlichkeit weiterentwickelt werden.
Die Leitlinien erscheinen vor dem Hintergrund, dass jüngste politische und marktbezogene Signale auf eine beschleunigte Umstellung auf hochwertiges Wachstum im Dienstleistungssektor hindeuten – nicht zuletzt, weil Chinas Wirtschaft in eine neue Phase hochwertiger Entwicklung eintritt.
Im Bereich der produktionsnahen Dienstleistungen werden sechs Schwerpunkte genannt, um Schwachstellen in der Industriekette zu beheben: Stärkung der Wissenschafts- und Technologiedienstleistungen, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der modernen Logistik, Förderung von Innovationen in der Software- und Informationsdienstleistungsbranche, Verbesserung spezialisierter Finanzdienstleistungen für Lieferketten, Ausbau energiesparender und umweltbezogener Dienstleistungen sowie Modernisierung von Wirtschaftsdienstleistungen.
Song Ding, Forschungsmitglied am China Development Institute, erklärte, es handele sich um ein strategisch ausgerichtetes Gesamtkonzept, das gezielt zentrale Schwachstellen in Chinas Wirtschaftsstruktur adressiere. China habe zwar ein weltweit führendes Fertigungssystem aufgebaut, im Dienstleistungssektor – insbesondere bei modernen Dienstleistungen – bestehe jedoch noch erheblicher Modernisierungsbedarf. Die Strategie werde daher nicht nur bestehende Stärken festigen, sondern auch die globale Wettbewerbsfähigkeit und den Einfluss Chinas weiter erhöhen.
Analysten zufolge spiegeln die Maßnahmen eine nationale Strategie des „Investierens in Menschen“ wider. Sie verbessere die Lebensqualität durch bessere Dienstleistungen, erschließe Konsumpotenzial, erweitere den Dienstleistungskonsum und stärke zugleich die Binnennachfrage sowie den strukturellen Wandel.












