Finanzministerium begrüßt Entscheidung
Moody’s bestätigt Chinas A1-Rating und hebt Ausblick an
Die chinesische Regierung habe die Entscheidung der Ratingagentur Moody’s begrüßt, das A1-Langfrist-Rating für Chinas Staatsanleihen zu bestätigen und den Ausblick von „negativ“ auf „stabil“ anzuheben. Das teilte das Finanzministerium am Montag mit.
Die Entscheidung würdige die Widerstandsfähigkeit der chinesischen Makroökonomie und Finanzpolitik angesichts externer Herausforderungen sowie die Fortschritte bei der hochwertigen wirtschaftlichen Entwicklung, hieß es aus Ministeriumskreisen.
Trotz eines sich schnell verändernden globalen Handelsumfelds und steigender geopolitischer Risiken habe die Regierung ein Maßnahmenpaket zur makroökonomischen Steuerung geschnürt und die politische Koordination verstärkt. Die Wirtschaft habe dem Druck standgehalten, wachse zunehmend innovationsgetrieben und werde strukturell optimiert. Die Stärken des riesigen Binnenmarkts, das vollständige Lieferkettensystem und die hohe Exportwettbewerbsfähigkeit blieben die tragenden Säulen der Kreditwürdigkeit Chinas.
Moody’s begründete die Bestätigung des Ratings unter anderem mit Chinas äußerst großer und diversifizierter Volkswirtschaft sowie seinen herausragenden Innovationsfähigkeiten. Diese spiegelten sich in einer wachsenden Wettbewerbsfähigkeit in hochwertigen Wertschöpfungssektoren wider, die auch den demografischen Druck ausgleichen würden.
In den vergangenen fünf Jahren habe das kumulierte BIP-Wachstum (Bruttoinlandsprodukt) mehr als 35 Billionen Yuan (etwa 5,12 Billionen US-Dollar) betragen, so das Finanzministerium. Trotz vielfältiger Risiken habe China während der 14. Fünfjahresplanperiode (2021–2025) eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5,4 Prozent erzielt und damit rund 30 Prozent zum globalen Wirtschaftswachstum beigetragen.
Im ersten Quartal 2026, dem Auftaktjahr des 15. Fünfjahresplans (2026–2030), habe die chinesische Wirtschaft mit einem Wachstum von 5 Prozent die Markterwartungen sogar übertroffen.
Hu Qimu, Professor am Institut für Maritime Seidenstraße der Huaqiao-Universität, erklärte, die Entscheidung von Moody’s zeige erneut internationales Vertrauen in die Stabilität der chinesischen Wirtschaft. Zugleich werde zunehmend anerkannt, dass China in der Lage sei, komplexe externe Rahmenbedingungen zu bewältigen.
Auch andere große Ratingagenturen haben ihre Prognosen für China angehoben. So erhöhte Fitch im März seine Wachstumsprognose für 2026 von 4,1 auf 4,3 Prozent, unter anderem mit Verweis auf stärkere Exporte.
Zhou Mi, leitender Forscher an der Chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, erklärte, die Einstufung durch Moody’s zeige, dass internationale Agenturen die Qualität und Stabilität der chinesischen Wirtschaftspolitik zunehmend besser bewerteten. Dies spiegele ein wachsendes Vertrauen der Weltmärkte in Chinas Entwicklungsperspektiven wider.
In Zeiten globaler wirtschaftlicher Volatilität, verschärft durch wachsenden Protektionismus und Unilateralismus, habe China mit wirksamer makroökonomischer Politik und verstärkter Koordination zur Stabilisierung der Markterwartungen beigetragen. Gestützt auf den riesigen Binnenmarkt und das vollständige Industriesystem habe das Land seine wirtschaftliche Stabilität und Widerstandsfähigkeit weiter gefestigt, fügte Zhou hinzu.












