Russisches Außenministerium: Tokioter Prozesse von tiefgreifender rechtlicher und historischer Bedeutung
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Marija Sacharowa, hat am Mittwoch erklärt, die Tokioter Prozesse haben für die Menschheit eine tiefgreifende rechtliche und historische Bedeutung, da sich am Sonntag die Eröffnung zum 80. Mal jährt.
Die Tokioter Prozesse haben eine entscheidende Rolle bei der Ahndung Japans gespielt, das als wichtigster asiatischer Verbündeter von NS-Deutschland galt, und zwar für dessen Verbrechen an Zivilisten in verschiedenen Ländern der Region, darunter auch in der ehemaligen Sowjetunion, so Sacharowa.
In ihrer Antwort auf eine Frage der Nachrichtenagentur Xinhua News Agency betonte sie, dass die vom japanischen Militarismus während des Zweiten Weltkriegs begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit keiner Verjährung unterlägen und Russland diese Gräueltaten weiterhin untersuchen und offenlegen werde.
Russland tue sein Möglichstes, um die Verbrechen des japanischen Militarismus weiter aufzudecken, und werde dazu relevante Informationen systematisch veröffentlichen, so die Sprecherin.
Sacharowa erklärte weiter, Japan habe während des Zweiten Weltkriegs asiatische Nationen unterjocht und unmenschliche Gräueltaten an Zivilisten begangen. Sie rief die japanische Regierung dazu auf, die Lehren aus der Geschichte zu ziehen, ihren derzeitigen Kurs der beschleunigten Remilitarisierung aufzugeben und Versuche einzustellen, Kriegsverbrechen zu beschönigen oder zu leugnen.
Von 1946 bis 1948 stellte der Internationale Militärgerichtshof für den Fernen Osten, historisch als Tokioter Prozesse bekannt, Japans führende Klasse-A-Kriegsverbrecher vor Gericht.











