Handelschef des Europäischen Parlaments fordert entschlossene Reaktion auf neue US-Zollbedrohungen
Bernd Lange, Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel des Europäischen Parlaments, verurteilte die neuen US-Zolldrohungen gegen europäische Autos und Lastwagen am Samstag aufs Schärfste und forderte eine entschlossene und einheitliche Reaktion.
In einer Erklärung wies Lange Washingtons Vorwürfe zurück, die EU habe bilaterale Handelsverpflichtungen nicht erfüllt, und bezeichnete die Behauptungen als unzutreffend. Die jüngste Zolldrohung zeige einen Mangel an Respekt vor der Souveränität der EU und verdeutliche die Unzuverlässigkeit der US-Handelspolitik, so Lange weiter.
US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag in einem Social-Media-Beitrag erklärt, die Vereinigten Staaten würden in der kommenden Woche die Einfuhrzölle auf in der EU hergestellte Fahrzeuge erhöhen. Zugleich warf er der EU vor, ein bilaterales Handelsabkommen mit Washington nicht einzuhalten.
Die neuen US-Zollbedrohungen lösen unter deutschen Ökonomen Besorgnis aus. Viele von ihnen warnen, dass höhere US-Zölle die deutsche Wirtschaft und insbesondere die Automobilindustrie erheblich belasten könnten, da Deutschland einen großen Anteil der EU-Autoexporte in die Vereinigten Staaten ausmacht.











