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Usbekische Unternehmen nutzen Hongkong als Sprungbrett für den chinesischen Festlandsmarkt

CRI  |  
08.05.2026

Am Mittwoch hat in Hongkong ein China-Usbekistan-Wirtschaftsforum stattgefunden. Usbekische Geschäftsleute kündigten dabei an, die Beziehungen zur chinesischen Sonderverwaltungszone auszubauen, und unterzeichneten 15 bilaterale Abkommen, um die Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen wie Energie, Landwirtschaft und Bergbau zu intensivieren.

Eine usbekische Delegation war in Hongkong, um die vertieften Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu erkunden. Die etwa 100-köpfige Gastgruppe stand unter der Leitung des usbekischen Premierministers Abdulla Aripov und nahm an einer Reihe von Veranstaltungen teil, darunter das Usbekistan-China (Hongkong) Wirtschaftsforum.

In seiner Eröffnungsrede hob John Lee, der Chefadministrator der Sonderverwaltungszone, die aktive Rolle der Stadt in der Seidenstraßen-Initiative hervor. Er bot Usbekistan und anderen Partnerländern Finanzierung, professionelle Dienstleistungen und Fachwissen an.

„Für usbekische Unternehmen, die den riesigen chinesischen Markt erschließen möchten und heute bei uns sind, ist Hongkong der ideale Partner. Hongkong spricht die Sprache des internationalen Geschäfts. Unsere Finanzexperten können Ihnen dabei helfen, Kapital zu beschaffen. Unsere Anwälte, Buchhalter und Schiedsrichter können Sie und Ihr Unternehmen bei jedem Schritt begleiten“, sagte Lee.

Der Chefadministrator wies darauf hin, dass die Beziehungen zwischen Hongkong und Usbekistan auf Regierungsebene sowie in der Wirtschaft enger werden und das Forum den Weg für eine weitreichende und für beide Seiten lohnende Partnerschaft ebnen werde.

Da China Usbekistans größter Handelspartner ist, betonte der usbekische Premierminister Aripov die Bedeutung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Er fügte hinzu, dass sich der bilaterale Handel in den letzten fünf Jahren verdreifacht habe und bis zum Jahr 2026 voraussichtlich 20 Milliarden US-Dollar erreichen werde.

Der Premierminister skizzierte zudem sechs vorrangige Kooperationsbereiche, darunter grüne Energie, Landwirtschaft und die Bergbauindustrie. Letztere ist mit geplanten Investitionen von 2,2 Milliarden US-Dollar der am schnellsten wachsende Sektor Usbekistans.

Aripov und Lee waren Zeugen des Austauschs von 15 bilateralen Abkommen zwischen China und Usbekistan. Zu diesen Abkommen zählen der Bau eines 150-Megawatt-Energiespeichersystems in der Region Samarkand in Usbekistan sowie die landwirtschaftliche Entwicklung der Region Dschizzakh.

Im Rahmen der Veranstaltung fand außerdem eine Ausstellung usbekischer Industrien statt, die von Landwirtschaft und Textilien bis hin zum Tourismus reichte. Vor Ort waren Beamte und Branchenvertreter, die Investitionsmöglichkeiten vorstellten.

Vor dem Forum trafen sich Aripov und Lee, um ihre Ansichten zur Stärkung der Zusammenarbeit auszutauschen. Lee sagte, dass Hongkong daran arbeite, ein internationales Zentrum für postsekundäre Bildung zu werden. Er heiße mehr junge Menschen aus Usbekistan willkommen, um in der Stadt zu studieren und Karrieren aufzubauen. Damit wolle er den Austausch von Menschen und Kulturen zwischen den beiden Orten fördern.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Usbekistan,Hongkong,Wirtschaftsforum