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Nullzollpolitik

Frische afrikanische Waren erobern den chinesischen Markt

german.china.org.cn  |  
11.05.2026

Angetrieben durch Chinas neue Nullzollpolitik für afrikanische Länder, mit denen China diplomatische Beziehungen hat, erreicht eine wachsende Welle afrikanischer Spezialitäten den chinesischen Markt und eröffnet somit neue Chancen für einen florierenden bilateralen Handel.

Menschen besuchen die 3. Chinesisch-afrikanische Wirtschafts- und Handelsmesse in Changsha. (Foto vom 29. Juni 2023, Xinhua)

Pünktlich um Mitternacht am 1. Mai wurden 24 Tonnen Äpfel aus Südafrika von Zollbeamten in der südchinesischen Stadt Shenzhen zügig abgefertigt. Sie waren die erste Importlieferung, die das Land erreichte, nachdem China eine erweiterte Zollfreiheit für alle 53 afrikanischen Länder eingeführt hatte, zu denen es diplomatische Beziehungen unterhält.

Diese jüngste Ausweitung der Politik erfolgte vor dem Hintergrund, dass China – seit 17 Jahren in Folge Afrikas größter Handelspartner – bereits seit dem 1. Dezember 2024 Zölle auf 100 Prozent der Zolltariflinien für Importe aus den 33 am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs) auf dem Kontinent, die diplomatischen Beziehungen mit China haben, gestrichen hatte.

Für diese neue Lieferung südafrikanischer Äpfel, die für Märkte in ganz China bestimmt ist, sank der Zollsatz von 10 Prozent auf null, was ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem chinesischen Markt weiter stärkt.

Neben südafrikanischen Äpfeln exportiert Afrika eine erstaunliche Vielfalt an Produkten nach China, darunter kenianische Avocados, beninische Ananas, ruandische getrocknete Chilis, madagassisches Hammelfleisch, ghanaische Schwarzseife und tunesischer Rosmarin bis hin zu nigerianischen Cassia-Samen.

Offizielle Daten unterstreichen diese robuste Dynamik. Im Jahr 2025 erreichte Chinas Handel mit diesen 53 afrikanischen Ländern ein Rekordhoch von 348,08 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 belief sich dieser Wert bereits auf 92,16 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 26,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Chinesische Importunternehmen stellen sich bereits um, um die vielversprechende Gelegenheit zu nutzen.

„Die vollständige Zollbefreiung für afrikanische Kaffeebohnen hat unsere Beschaffungsmöglichkeiten enorm erweitert und uns einen starken Kostenvorteil bei der Optimierung der Lieferkette verschafft“, sagte Wang Xinguo, Geschäftsführer von Ningbo Beiyuan. Das Unternehmen strebt an, seine jährlichen Importe von grünen Kaffeebohnen aus Afrika in diesem Jahr um 15 bis 20 Prozent auf 1.200 Tonnen zu steigern.

China hat eine Reihe entsprechender unterstützender Maßnahmen ergriffen, um die Vorteile dieser Politik voll auszuschöpfen. Beispielsweise hat die Allgemeine Zollverwaltung (GAC) die Quarantäneverfahren weiter optimiert und die Erleichterungsmaßnahmen des „Grünen Kanals“ für afrikanische Agrar- und Lebensmittelprodukte verbessert.

Die Nullzollpolitik markiere einen wichtigen Meilenstein bei der Aufwertung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen China und Afrika, sagte Guo Xueyan, eine Beamtin der GAC. Dank der Chancen, die sich aus Chinas riesigem Markt ergeben, werde ein erfolgreicherer Handel zwischen beiden Seiten erwartet.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Nullzollpolitik,afrikanische Waren,chinesischen Markt