Branchenvertreter aus Norwegen und China fordern vertiefte Zusammenarbeit bei Elektrofahrzeugen
Vertreter aus Politik und Wirtschaft Norwegens und Chinas haben während des dritten „China-Norwegen-Seminars für grüne Zusammenarbeit“ in Oslo die weitreichenden Kooperationsmöglichkeiten im Sektor der Elektrofahrzeuge hervorgehoben.
Teilnehmer schauen sich Elektrofahrzeuge chinesischer Marken an, die während des dritten „China-Norwegen-Seminars für grüne Zusammenarbeit“ in Oslo am 7. Mai 2026 ausgestellt wurden. (Foto: Chen Yaqin/Xinhua)
Die Veranstaltung, die am Donnerstag unter dem Motto „EVOLUTION: Eine grünere Zukunft gestalten“ abgehalten wurde, brachte Vertreter von Branchenverbänden, Technologieunternehmen, Energie- und Batterieherstellern sowie juristischen und wissenschaftlichen Institutionen zusammen.
In ihrer Eröffnungsrede bezeichnete die chinesische Botschafterin in Norwegen, Hou Yue, den grünen und kohlenstoffarmen Wandel als einen „prägenden Trend der Zeit“ und erklärte, China stehe bereit, gemeinsam mit Norwegen und anderen Partnern die globale grüne Entwicklung voranzutreiben.
Laut Hou hat Chinas Elektrofahrzeugindustrie von dem riesigen Markt und einem umfassenden industriellen Ökosystem mit kontinuierlichen Innovationen in den Bereichen Batterien, Chips und Betriebssystem profitiert.
Sie merkte an, dass immer mehr internationale Automobilhersteller ihre Investitionen und Forschungsaktivitäten in China ausweiten, während chinesische Unternehmen zunehmend durch Auslandsinvestitionen, technologische Kooperationen und lokalisierte Lieferketten mit europäischen Partnern zusammenarbeiten.
„Diese gemeinsamen Unternehmungen tragen zur globalen Beschäftigung und industriellen Entwicklung bei und schaffen neue Möglichkeiten für nachhaltiges Wachstum“, sagte sie.
Batterierecycling, intelligente Mobilität, Ladeinfrastruktur und Tests unter Kaltwetterbedingungen gehörten zu den zentralen Themen bei Diskussionen während des Seminars.
Norwegens eigener Weg hin zur Elektromobilität hat das Land bereits zu einem der weltweit am stärksten elektrifizierten Automärkte gemacht.
Dieser Wandel, so Knut Martin Breivik, Leiter operatives Geschäft und Geschäftsentwicklung des Norwegischen Automobilverbands, basiere auf langfristigen Anreizen, unterstützenden politischen Maßnahmen sowie der Ladeinfrastruktur.
Chinesische Automarken, so führte er weiter aus, würden zu einem zunehmend akzeptierten Bestandteil des norwegischen Marktes. Es sei damit zu rechnen, dass weitere chinesische Hersteller ihre Aktivitäten auf Norwegen ausweiteten.
Ein Teilnehmer lernt ein Elektrofahrzeug einer chinesischen Marke kennen, das während des dritten „China-Norwegen-Seminars für grüne Zusammenarbeit“ in Oslo am 7. Mai 2026 ausgestellt wurde. (Foto: Chen Yaqin/Xinhua)
Maria Grazia Davino, Regionaldirektorin von BYD Europe, bezeichnete Norwegen aufgrund der hohen Verbreitung von Elektrofahrzeugen und der Offenheit gegenüber chinesischen Marken als wichtige Plattform für BYD. Sie sagte, das Unternehmen treibe den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Europa weiter voran.
Tollef Vollan, Leiter globale Partnerschaften und Geschäftsentwicklung bei der Huawei Intelligent Mobility Alliance, äußerte die Überzeugung, dass die künftige Zusammenarbeit zwischen China und Europa auf mehreren Ebenen erfolgen könne, während sich die Automobilindustrie durch Software, Intelligenz und Ökosystem-Vernetzung weiterentwickelt.












