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Südafrika entwickelt sich zu einem zentralen Knotenpunkt für Chinas Expansion im Automobilsektor in Afrika

CRI  |  
13.05.2026

Südafrika entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Drehkreuz für Chinas Automobilindustrie in Afrika, da chinesische Hersteller ihre globale Produktionspräsenz auf den afrikanischen Kontinent ausweiten.

Mit der wachsenden Präsenz von Unternehmen wie BYD und Chery in ganz Afrika verschiebt sich die Beziehung von einem reinen Absatzmarkt hin zur Produktion. Dies stellt etablierte globale Marken vor neue Herausforderungen. Der südafrikanische Markt wendet sich dabei bereits von westlichen und japanischen Herstellern ab und hin zu den schnell wachsenden chinesischen Marken.

BAIC leitete 2016 den Einstieg chinesischer Automobilproduktion in Südafrika ein. Seitdem sind die Investitionen deutlich gestiegen. Chery, einer der drei größten chinesischen Pkw-Hersteller, hat einen ambitionierten Schritt unternommen und plant die Übernahme des angeschlagenen Nissan-Werks in Pretoria, mit dem Potenzial, bis zu 3.000 Arbeitsplätze zu schaffen.

„Sie streben an, bis 2027, wenn alles vollständig in Betrieb ist, mindestens 50.000 Fahrzeuge pro Jahr zu produzieren. Das ist nicht wenig. Das schafft Chancen, schafft Beschäftigung, aber auch nachgelagerte Industrien – sei es die Reifenindustrie, die Automobilzulieferer oder andere unterstützende Branchen. Das ist ein großer, großer Vorteil und schafft Vertrauen in den Sektor“, sagte Rodney Genga, Professor für Material- und Fertigungstechnik an der University of the Witwatersrand.

BYD, der weltweit größte Hersteller von Elektrofahrzeugen, gewinnt ebenfalls zunehmend an Bedeutung in Südafrika. Eine lokale Produktion steht zwar noch nicht auf der Agenda, doch das Unternehmen treibt den Übergang zu sauberer Mobilität voran.

„Wir müssen in ein starkes, hochwertiges Händlernetz investieren. Das wird indirekt vielleicht bis zu 2.000 Arbeitsplätze schaffen. Zweitens werden wir in Ladeinfrastruktur investieren. Das ist sehr wichtig. Wir brauchen diese Grundlage für unseren nächsten Schritt“, sagte Stella Li, Geschäftsführende Vizepräsidentin von BYD.

Dieses Vertrauen spiegelt sich auch lokal wider, da Südafrikaner mit weiteren größeren Investitionen chinesischer Automobilhersteller rechnen.

„Wenn wir richtig mit China zusammenarbeiten – dem heute weltweit führenden Land im Bereich Automobil und erneuerbare Energien, gemessen an seiner Industrialisierung – und wenn wir strategisch so zusammenarbeiten, dass Investitionen in neue Technologien hier erfolgen, dann werden wir zu Mitentwicklern dieser Technologien mit klarem Fokus auf die Region“, sagte Genga.


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Quelle: CRI

Schlagworte: Südafrika,Automobilsektor,BYD,Chery