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Durchbruch bei Wirtschaftsgesprächen

China und die USA erzielen Fortschritte in Handelskonsultationen

german.china.org.cn  |  
18.05.2026

Die jüngsten wirtschafts- und handelspolitischen Konsultationen zwischen China und den USA könnten den globalen Industrie- und Lieferketten mehr Sicherheit und Vertrauen geben. Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten werten Marktbeobachter und Unternehmen dies als wichtigen Schritt zur Stabilisierung der Weltwirtschaft.

Nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums haben sich China und die USA darauf geeinigt, gemeinsame Handels- und Investitionsräte einzurichten. Diese Gremien sollen als dauerhafte Kommunikationsplattform dienen, um die jeweiligen Einwände im bilateralen Handel und bei Investitionen direkt und gezielt anzugehen. Im Rahmen des neuen Handelsrates ist unter anderem geplant, über den Abbau von Zöllen auf bestimmte Produkte zu verhandeln. Dabei herrscht grundsätzlich Einigkeit, Zölle auf Waren von beiderseitigem Interesse in einem vergleichbaren und ausgewogenen Umfang zu senken.

Neben dem Abbau von Handelshemmnissen soll der bilaterale Austausch durch konkrete Abkommen belebt werden, insbesondere in der Landwirtschaft und in strategischen Industriezweigen. So wurde beispielsweise vereinbart, dass China Flugzeuge aus den Vereinigten Staaten kauft, im Gegenzug verpflichten sich die USA, die kontinuierliche Lieferung von Triebwerken und Ersatzteilen an China sicherzustellen. Darüber hinaus haben beide Seiten ihre Bereitschaft erklärt, spürbare Fortschritte beim Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse zu erzielen und den Marktzugang für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse zu erleichtern.

Ein Beispiel ist die Lebensmittelbranche: Die USA wollen aktiv Lösungen für chinesische Bedenken im Zusammenhang mit automatischen Einfuhrkontrollen und -stopps bei Milch- und Aquakulturerzeugnissen erarbeiten. China wiederum will die Registrierungsverfahren für US-Rindfleischbetriebe beschleunigen und den Export von Geflügel aus bestimmten Bundesstaaten auf den chinesischen Markt vorantreiben.

In internationalen Wirtschaftskreisen stießen diese Entwicklungen auf Zustimmung. Sie könnten zu einem berechenbareren Umfeld für grenzüberschreitende Geschäfte und langfristige Handels- und Investitionsentscheidungen beitragen, heißt es. Sean Stein, der Präsident des US-China Business Council (USCBC), erklärte, dass der Dialog auf dieser Grundlage auf weitere Bereiche ausgeweitet werden könne, was das Geschäftsklima für US-Unternehmen in China und umgekehrt nachhaltig verbessern dürfte. Fachleute betonen, dass institutionalisierte Gesprächsformate Unternehmen mehr regulatorische Klarheit und Rechtssicherheit geben können.

Denis Depoux, Global Managing Director der deutschen Unternehmensberatung Roland Berger, bewertet eine solche Kommunikationsplattform als positiven Schritt nach vorn. Damit könne man sich von den kurzfristigen Schwankungen und Unsicherheiten lösen, die die Beziehungen in den vergangenen Jahren geprägt haben. „Das bedeutet zwar nicht, dass Spannungen nicht mehr über Nacht wieder aufflammen können. Aber es bietet zumindest eine klarere Perspektive und die Aussicht auf relative Stabilität in den kommenden Monaten“, so Depoux.

Auch aus wissenschaftlicher Sicht wird der Wert der Kooperation unterstrichen. Zheng Yongnian, Dekan der School of Public Policy an der Chinesischen Universität von Hongkong (Shenzhen), betonte, dass die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Beijing und Washington kein Nullsummenspiel seien, sondern eine für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit, die auf den jeweiligen komparativen Vorteilen aufbaue. Der Schlüssel liege darin, die Kooperation auszuweiten, Differenzen zu kontrollieren und ein Gleichgewicht zwischen Offenheit, wirtschaftlicher Entwicklung und Sicherheit zu finden.

Vertreter aus den USA, insbesondere aus dem Agrarsektor und der fortgeschrittenen Fertigungsindustrie, hoben ebenfalls hervor, dass stabile wirtschaftliche Beziehungen für eine langfristige Zusammenarbeit in den Lieferketten unerlässlich sind. Brian Sikes, der als Vorstandsvorsitzender und CEO des US-Agrarkonzerns Cargill Inc. kürzlich als Teil der US-Wirtschaftsdelegation China besuchte, zeigte sich optimistisch für die Zukunft: „Lebensmittel können eine Brücke zu besseren Beziehungen sein.“ Achim Loeffler, Global Business Leader des US-Spezialmaterialherstellers Gore-Tex, fügte hinzu, China zähle aufgrund der steigenden Verbrauchernachfrage, extrem schneller Produktentwicklungszyklen und eines hochentwickelten Lieferketten-Ökosystems zu einem der wichtigsten und am schnellsten wachsenden Märkte des Unternehmens.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,USA,Handelskonsultationen,Wirtschaftsgespräche