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Kommerzialisierung von Rechenleistung

Chinesische Regionen im Wettlauf um den Aufbau von „Token-Fabriken“

german.china.org.cn  |  
18.05.2026

Chinesische Experten sehen einen beschleunigten Trend zur Kommerzialisierung von Rechenleistung. Großprojekte wie die „Token-Fabrik“ in Wuxi setzen auf heimische Chips, stärken die technologische Unabhängigkeit und schaffen Grundlagen für KI-Anwendungen. Mit über 140 Billionen täglichen Token-Abrufen unterstreicht China seine Führungsrolle.

Am Sonntag teilte China Mobile mit, dass in der Provinz Hubei ein zentraler Rechenleistungsknoten für Zentralchina errichtet worden sei, der auf heimischer KI-Infrastruktur basiere. Die intelligente Rechenkapazität übersteige 2.200 Petaflops und unterstütze damit zentrale Anwendungen wie große Sprachmodelle (LLM), das industrielle Internet und digitale Zwillinge.

Am Freitag wurde der erste Ascend-384-Supernode-Rechencluster von Huawei in Jiangsu – gemeinsam aufgebaut von Honflex und der Wuxi High-Tech-Zone – in Wuxi in Betrieb genommen, wie der offizielle WeChat-Account von Wuxi Daily berichtete. Aufbauend auf diesem Cluster werde Honflex eine großflächige „Token-Fabrik“ in Wuxi errichten, die neue Maßstäbe für große, leistungsfähige Rechencluster mit heimischen Chips und Modellen setzen werde.

Die geplante Token-Fabrik werde zunächst mit vier Huawei Ascend-384-Supernode-Servern ausgestattet. Dies sei die größte Stärke der Fabrik, und dieser Umfang sei derzeit unter den marktorientierten Token-Fabriken in China konkurrenzlos, so der Bericht.

Das Projekt in Wuxi bündele im Wesentlichen leistungsstarke Rechenressourcen und koordiniere sie über eine einheitliche Plattform, was die Effizienz und Stabilität von Training und Einsatz großer Sprachmodelle verbessere, sagte Ma Jihua, ein erfahrener Branchenanalyst. Zudem spiegele das Projekt die beschleunigte Kommerzialisierung von Rechenleistung wider, wobei immer mehr heimische Chips bereits skalierbare Anwendungen unterstützten, so Ma weiter.

Heimische Chips hinkten zwar noch hinter einigen ausländischen Produkten her, doch werde intensiv an technologischer Unabhängigkeit gearbeitet, was eine wichtige Rolle für die Autonomie bei Rechenleistung spiele, betonte Hu Qimu, Professor am Institut für Maritime Seidenstraße der Huaqiao-Universität. Chinas große Anwendungsszenarien für Sprachmodelle ermöglichten eine schnellere Iteration.

Tokens sind Maßeinheiten in der KI und können als „Wörter“ verstanden werden. „Token-Fabriken“ sind industrielle Produktionsanlagen, die auf die Erzeugung von Tokens – den grundlegenden Einheiten der KI-Generierung – spezialisiert sind.

Die Einweihung dieser Token-Fabrik in Wuxi fällt in eine Phase verstärkter politischer Unterstützung für Rechenleistung.

Bis Ende März überstieg die durchschnittliche tägliche Token-Nutzung in China 140 Billionen – ein Anstieg um mehr als das Tausendfache gegenüber Anfang 2024 und ein Plus von über 40 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2025, berichtete Xinhua unter Berufung auf einen Bericht über nationale Datenressourcen.

Am 9. Mai wurde auf einer Sitzung des Staatsrates betont, wie wichtig es sei, die Dynamik einer stabilen und positiven wirtschaftlichen Entwicklung zu verstärken und einen guten Start in die Periode des 15. Fünfjahresplans (2026–30) zu sichern.

Die Teilnehmer der Sitzung hoben die Notwendigkeit hervor, die Planung und den Aufbau von Wassernetzen, neuen Stromnetzen, Rechenleistungsnetzen, Kommunikationsnetzen der nächsten Generation, städtischen unterirdischen Rohrleitungsnetzen und Logistiknetzen zu verstärken, so Xinhua.

Mit der Ausweitung großer Sprachmodelle und KI-Agenten auf reale Anwendungen wird die Kommerzialisierung von Rechenleistung über tokenbasierte Dienste immer deutlicher, was die Regionen dazu veranlasst, den Aufbau intelligenter Recheninfrastruktur zu beschleunigen.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Token,Fabriken,Rechenleistung,Kommerzialisierung