Russischer Experte sieht breitere Perspektiven für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Russland
Die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Russland hat sich in den vergangenen Jahren schnell ausgeweitet und wird voraussichtlich in Zukunft noch fruchtbarere Ergebnisse hervorbringen. Dies sagte Kirill Babajew, Direktor des Instituts für China und das zeitgenössische Asien an der Russischen Akademie der Wissenschaften, in einem Interview mit China Global Television Network (CGTN).
Beide Länder hätten die wissenschaftliche Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen verstärkt, so Babajew weiter.
„Die wissenschaftliche Zusammenarbeit hat sich verstärkt. Tatsächlich war das vergangene Jahr das Russisch-Chinesische Jahr der wissenschaftlichen Zusammenarbeit und wir haben bereits einiges erreicht. Eine ganze Reihe gemeinsamer Projekte wurde entwickelt, zum Beispiel in den Bereichen Physik und Megawissenschaft. Es gibt einen regen Austausch von Technologien im Bereich der Weltraumkooperation. Wir sind auch sehr daran interessiert, die Zusammenarbeit mit China im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Digitalisierung auszubauen, denn unsere Länder sind beide große technologische Führungsnationen im Bereich der Hochtechnologie. Und wir können definitiv viel erreichen, wenn wir diese Technologien teilen und gemeinsame Projekte in vielen anderen Bereichen starten können, darunter Künstliche Intelligenz, Biotechnologien und Robotik.“
Da Künstliche Intelligenz die globale Technologie- und Industrielandschaft schnell verändere, werde KI in der zukünftigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen China und Russland voraussichtlich eine größere Rolle spielen, so der Experte.
„Es gibt tatsächlich noch einiges zu tun, denn wir wissen, dass Künstliche Intelligenz seit jeher ein grundlegendes Ziel für die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft ist. Für den 15. Fünfjahresplan Chinas ist die Entwicklung von KI eines der Schlüsselziele. In Russland verhält es sich sehr ähnlich. Wir sind der Meinung, dass wir dieses Wissen teilen müssen, um eine Art gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit aufzubauen und unsere eigene Forschung in diesem Bereich voranzutreiben.“
Die beiden Länder hätten auf Regierungs- und Institutionsebene mehrere Kooperationsmechanismen etabliert, die eine solide Grundlage für die weitere gemeinsame Arbeit schafften.
„Es gibt eine ganze Reihe von Programmen, die zwischen unseren Regierungen und zwischen unseren Wissenschaftsministerien laufen. Auch wir als Institut fördern dies und beteiligen uns an allen Arbeitsgruppen und den zwischenstaatlichen Kommissionen zwischen den beiden Ländern. Wir kennen also die Ziele, wir kennen das Feld, in dem wir arbeiten und wir sind absolut sicher, dass Russland und China gemeinsam eine ganze Menge erreichen können.“











