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Ministerium für Staatssicherheit

Ausländische Geheimdienste zielen auf Chinas Kernsektoren ab

german.china.org.cn  |  
18.05.2026

Das chinesische Ministerium für Staatssicherheit (MSS) warnte am Sonntag davor, dass ausländische Geheimdienste zunehmend ausgefeiltere Operationen durchführen würden, darunter verstärkte Infiltration, Anwerbung und Spionageaktivitäten. Das MSS betonte in einer auf seinem Wechat-Account veröffentlichten Mitteilung, dass die Stärkung institutioneller Schutzmaßnahmen, ideologischer Verpflichtung und technologischer Abwehrmaßnahmen für China unerlässlich sei, um eine unzerbrechliche nationale Sicherheitsbarriere zum Schutz seiner Interessen aufzubauen.

Laut MSS zeigen Fälle, die seine Behörden in den letzten Jahren bearbeitet haben, dass lockere Einstellungen und schlechte Umsetzung von Verantwortlichkeiten in einigen geheimhaltungspflichtigen Einheiten sowie bei bestimmten Mitarbeitern zu ineffektiven Systemen und unzureichender Aufsicht geführt hätten.

Ausländische Geheimdienste würdenzunehmend auf die Kernsektoren und das Personal innerhalb der chinesischen Regierungs- und Militärsysteme abzielen, und zwar durch Überwachung und Anwerbung von Insidern für Infiltration und Spionage, so das MSS.

Ausländische Geheimdienste würden riesige Geldmittel und Ressourcen in hochentwickelte Spionage gegen China investieren und dabei hochmoderne Technologien nutzen, die immer fortschrittlicher, verdeckter und vielfältiger würden. Das MSS warnte, dass dieser Trend stärkere Spionageabwehr- und Informationssicherheitsmaßnahmen erfordere, und forderte eine klare Anerkennung der erhöhten Bedrohung.

Um einen Wettbewerbsvorteil gegenüber China zu erlangen, haben einige ausländische Geheimdienste Spionageoperationen gegen Chinas strategische aufstrebende Industrien wie Seltene Erden, Photovoltaik, Halbleiter, High-End-Chips und künstliche Intelligenz durchgeführt. Sie setzen alle möglichen Mittel ein, um Kerntechnologie und sensible Daten zu erlangen, um sich chinesische strategische Vorteile anzueignen.

Das MSS warnte, dass die Kanäle ausländischer Geheimdienste für Spionage zunehmend durchdringend seien. Ausländische Spionagedienste nutzten Methoden wie das Ausspähen offener Quellen, Phishing-Angriffe und Käufe im Dark Web, um aggressive Sammlung von sensiblen Informationen über Chinas Schlüsselsektoren, die auf Online-Plattformen exponiert sind, zu betreiben. Diese Methoden ermöglichten eine schnelle Geheimdienstanalyse, präzise Infiltration und gezielte Angriffe, was die Effizienz erheblich steigere und gleichzeitig Risiken und Kosten senke.

Das MSS kritisierte, dass einige Einheiten und Mitarbeiter es versäumt hätten, die entscheidende politische Bedeutung der Geheimhaltung zu erfassen. Ihnen fehle grundlegendes Wissen über moderne Risiken wie Datenerfassung durch intelligente Geräte, Cloud-Synchronisierung und App-Berechtigungen, und sie wendeten noch immer veraltetes Denken auf neue Bedrohungen an. Einige stellten Bequemlichkeit und Effizienz über die Sicherheit, umgingen Regeln, vereinfachten Verfahren und ignorierten Protokolle. Andere seien aufgrund schwankender Überzeugungen, Gier, persönlicher Schwachstellen oder kompromittierenden Verhaltens erfolgreich von ausländischen Geheimdiensten angeworben und gedreht worden.

Gleichzeitig betonte das MSS die strikte Einhaltung von Regeln, die das Mitnehmen, Fotografieren oder die Online-Übertragung von geheim eingestuften Materialien verbieten, und rief zur Einhaltung der Geheimhaltungsgesetze und der Disziplinaranforderungen am Arbeitsplatz auf.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Geheimdienst,Sicherheit,Spionage