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Tech-Boom in China

Junge Menschen ergreifen die Chancen von morgen

german.china.org.cn  |  
22.05.2026

Neue Technologien wie KI schaffen in China völlig neue Berufsfelder. Junge Menschen wie Drohnen-Routenplaner, KI-Datensammler oder AIGC-Künstler nutzen diesen Boom aktiv für ihre Karriere. Zudem wird dieser Trend von der Regierung unter anderem mit der „KI-Plus“-Initiative, zahlreichen Bildungsreformen sowie massiven Weiterbildungsprogrammen beflügelt.

In Shenzhen, dem Technologiezentrum in Südchina, beobachtet der 24‑jährige Xue Haoran von einem Dach aus startende Lieferdrohnen. Als Drohnen‑Routenplaner bei SF Express zeichnet er Flugwege für die Logistik in niedrigen Höhen. „Anders als in der traditionellen Logistik müssen wir den Anforderungen der Flugsicherung viel mehr Aufmerksamkeit widmen“, sagt er.

Ob autonome Drohnen oder verkörperte künstliche Intelligenz (KI): Neue Technologien schaffen völlig neue Berufsfelder für den größten Arbeitsmarkt der Welt.

Laut einer Analyse von Frühjahrsrekrutierungsdaten, die von Regierungen und Organisationen veröffentlicht wurden, stiegen die Stellenausschreibungen für Robotik und fortschrittliche Materialien im ersten Quartal 2026 um über 30 Prozent im Jahresvergleich, für KI‑nahe Branchen um fast 20 Prozent. Diese Zahlen bedeuten für junge Menschen: Wer heute die richtigen Qualifikationen mitbringt, hat beste Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.

Qu Hongtao in Beijing sammelt Daten für humanoide Roboter und hat aus diesem Teilzeitjob eine stabile Karriere gemacht. „Wenn ein Roboter mit meinen Daten eine Aufgabe erledigt, ist das Erfolgsgefühl unbeschreiblich“, betont er.

Der AIGC‑Künstler (Artificial Intelligence Generated Content) Jade Wu produziert mit KI‑Tools in nur einer Woche schon ein Werbevideo für ein großes Spiele‑Franchise. „Mit KI kann ich allein das schaffen, wofür früher ein ganzes Team nötig war“, erzählt er. 70 bis 80 Prozent der Arbeit übernehme heute die KI, er selbst konzentriere sich nur noch auf das große Konzept.

Laut dem Ministerium für Humanressourcen und soziale Sicherheit sind von 72 neuen Berufen der vergangenen fünf Jahre mehr als 20 direkt mit KI verbunden. Jeder davon schafft zu Beginn schätzungsweise 300.000 bis 500.000 Arbeitsplätze. Der Produktionswert der chinesischen KI‑Kernindustrie werde bald 600 Milliarden Yuan (85,6 Milliarden US‑Dollar) erreichen, berichtet Ding Zhuang, ein Forscher der Renmin-Universität in China, und fügt hinzu: „Die Nachfrage nach Talenten steigt rasant.“.

Eine Hightech-Jobmesse in Beijing zog im März mehr als 300.000 Besucher an – ein Zeichen dafür, dass KI Unternehmen nahezu aller Branchen dazu zwingt, ihre Personalstrategien zu überdenken.

Chinas Leitlinien für die „KI‑Plus“‑Initiative (August 2025) fordern den breiten Einsatz von KI, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende aufzuwerten. KI‑gestützte Bildung ist nationale Priorität – bis 2030 soll KI vollständig ins Bildungssystem integriert sein.

2026 subventioniert China die berufliche Ausbildung von über zehn Millionen Menschen – mit Schwerpunkt auf der Niedrigflugwirtschaft, neuen Energiefahrzeugen und KI.

Auch junge Menschen in traditionellen Berufen packen die Chance: Straßenwärter lernen den Umgang mit Inspektionsdrohnen, Wartungsarbeiter bilden sich im Umgang mit Sensoren und Robotern weiter.

Ma Zhigang, ein Elektriker, der bei einem Stahlhersteller zum Ingenieur wurde, lernte programmieren und realisierte mit seinem Team über 60 intelligente Modernisierungsprojekte. „Arbeitnehmer müssen von reiner körperlicher Arbeit zu qualifikationsorientierten Rollen übergehen“, sagt Su Lifeng, ein Forscher an der University of International Business and Economics.

In ganz China, von Hightech‑Zentren bis zu traditionellen Industrien, schreibt die Technologie die Regeln der Arbeit neu. Junge Menschen, die bereit zu lernen sind, ist die Zukunft bereits für sie da.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Chinesen,Tech,Boom,Berufschancen