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Chinesische Autobauer bauen ihre Forschung und Entwicklung in Europa aus

german.china.org.cn  |  
26.05.2026

Chinesische Automobilhersteller erweitern ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) in Europa. Ziel ist es, Modelle zu entwickeln, die besser an lokale Vorschriften, Fahrbedingungen und die Verbrauchernachfrage angepasst sind. Dies ist Teil einer umfassenderen Strategie, die Forschung und Entwicklung im Ausland bereits in einem früheren Stadium in die Produktplanung, das Design und die technische Anpassung einbezieht.

Dieses Foto zeigt ein Fahrgestell mit KI-Technologie am Stand von Geely während einer Ausstellung von Spitzentechnologien und Produkten für NEV in Hainan. (28. September 2024, Xinhua)

Der chinesische Autobauer Geely Auto Group gab im März bekannt, mit „Geely Technology Europe“ ein einheitliches europäisches F&E-Zentrum gegründet zu haben. Dort werden die Ingenieurteams des Unternehmens in Göteborg in Schweden           und Frankfurt am Main zusammengeführt. 

Der Konzern erklärte, Geely Technology Europe werde bei der Fahrzeugentwicklung mit dem Geely Auto Research Institute in China zusammenarbeiten. Ziel ist es, globale Fahrzeugprogramme zu unterstützen und die Zeitspanne zwischen der Markteinführung neuer Modelle in China und im Ausland auf weniger als sechs Monate zu verkürzen. 

Der chinesische Automobilhersteller Chery hat seine europäischen Betriebs- und F&E-Aktivitäten nach Barcelona in Spanien verlegt. Im April eröffnete das Unternehmen dort sein Europäisches Operationszentrum sowie das spanische F&E-Institut. 

Besucher betrachten am 7. Oktober 2025 einen chinesischen Chery Tiggo 8 während der 22. Bukarester Automobilausstellung & Zubehörmesse in Bukarest, Rumänien. [Xinhua]

Auch München, ein bedeutender europäischer Automobilstandort, hat sich ebenfalls zu einem Forschungs- und Entwicklungsstandort für chinesische Autohersteller entwickelt. Das chinesische Elektroauto-Startup XPeng hat in der Stadt sein erstes europäisches Forschungszentrum eingerichtet, das sich auf Fahrerassistenztechnologien und intelligente Cockpitsysteme konzentriert. 

Berichten zufolge plant auch Xiaomi Auto ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in München, das sich auf die Entwicklung und das Design von Hochleistungsfahrzeugen sowie fortschrittliche Automobiltechnologien fokussieren soll.


Archivbild von Xinhua

Für chinesische Autobauer können europäische F&E-Teams die Produktplanung, die regulatorische Anpassung, die Softwarelokalisierung und das Testen von Fahrerassistenzfunktionen unterstützen, meinte Ron Zheng, Senior Partner und Leiter des Automobilbereichs von Roland Berger in Asien. 

Bei Elektrofahrzeugen kann die lokale Anpassung die Batterieleistung unter verschiedenen klimatischen Bedingungen sowie das Fahrverhalten und Handling auf europäischen Straßen umfassen. Fahrerassistenzsysteme müssen auf lokale Verkehrsregeln und Straßenverhältnisse reagieren, während intelligente Cockpitsysteme lokale Sprachen unterstützen und den Nutzergewohnheiten entsprechen sollten.

Zheng sagte, dass die Einhaltung von Vorschriften in Europa nach wie vor eine zentrale Anforderung bleibe – insbesondere in Bereichen wie Datensicherheit und Privatsphärenschutz. Diese Fragen seien besonders wichtig, da chinesische Autohersteller Fahrerassistenz- und intelligente Cockpit-Technologien auf ausländische Märkte bringen, wo Software-, Daten- und Lieferkettenregeln die Markteinführung von Fahrzeugen und den Marktbetrieb beeinflussen können. Lokales Fachwissen könne Unternehmen dabei helfen, Risiken früher zu identifizieren und Produktfunktionen, Lieferantenvereinbarungen sowie Marktstrategien schon vor der Markteinführung anzupassen.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: Autobauer,Forschung,Entwicklung,Europa