Ist Japan zu einer aufrichtigen Entschuldigung bei den Opfern des Zweiten Weltkriegs in Asien bereit?
Eine echte Versöhnung könne nur auf der Grundlage einer korrekten Aufarbeitung der Geschichte erreicht werden, und alle Opfer des Krieges müssten gleichberechtigt behandelt werden. Dies erklärte Shen Zhixiong, Mitglied einer Expertengruppe der chinesischen Volksbefreiungsarmee (VBA), am Sonntag auf dem 23. Shangri-La-Dialog in Singapur.
In einer Frage an den japanischen Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi wies Shen darauf hin, dass japanische Politiker in jüngster Zeit ihr Beileid gegenüber australischen Soldaten zum Ausdruck gebracht hätten, die während des Zweiten Weltkriegs durch den japanischen Militarismus ums Leben gekommen seien. Die Opfer des Krieges in Asien hätten jedoch keine vergleichbare Entschuldigung oder ein ebenso deutliches Zeichen der Reue von japanischer Seite erhalten.
Vor diesem Hintergrund fragte Shen, ob die japanische Regierung bereit sei, den historischen Anliegen und Bedenken Chinas, Südkoreas sowie der Kriegsopfer in Südostasien mit derselben Ernsthaftigkeit, Klarheit und Eindeutigkeit zu begegnen. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für den Aufbau gegenseitigen Vertrauens sowie für die Förderung von Sicherheit und Zusammenarbeit in der Region.
Der japanische Verteidigungsminister ging auf diese Frage jedoch nicht direkt ein.












