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Shenzhen erforscht bidirektionale Integration von KI und Stromversorgung

CRI  |  
01.06.2026

Was bedeutet eine bidirektionale Integration von Künstlicher Intelligenz und Stromversorgung? Unter diesem neuen Begriff versteht man einerseits eine grünere Stromversorgung angesichts der wachsenden Stromnachfrage durch die KI-Branche und andererseits den Aufbau intelligenterer Stromnetze mithilfe von KI-Unterstützung.

Diese zweiseitige Integration ist eines der 51 hochwertigen Zukunftsszenarien, die von der chinesischen Energiebehörde entworfen wurden. In ganz China erkunden Rechenzentren und Stromnetze, wie die Herausforderungen des jeweils anderen durch integrierte Lösungen angegangen werden können, wobei die südchinesische Metropole Shenzhen die Führung übernommen hat.

In einem intelligenten Rechenzentrum in Shenzhen macht Strom mehr als die Hälfte der gesamten Betriebskosten aus. Um mit der stark steigenden Nachfrage Schritt zu halten, kaufen Betreiber große Mengen an grünem Strom aus Regionen mit reichen Solar- und Windressourcen.

Wang Ziyi, Betriebsleiter des Nanshan Intelligent Computing Center, sagt: „Derzeit haben wir etwa 50 Millionen Kilowattstunden grünen Strom aus Guangxi und Yunnan gekauft, um unser Zentrum mit Strom zu versorgen. Wir bauen diesen Kauf auch aus und streben an, bis Ende dieses Jahres alle neuen Projekte vollständig mit importiertem grünem Strom zu versorgen.“

Es handelt sich dabei um die erste provinzübergreifende Punkt-zu-Punkt-Transaktion von grünem Strom in China. Echtzeit-Überwachungsbildschirme verfolgen den Strom, der Hunderte von Kilometern entfernt erzeugt wird, während er durch die West-Ost-Übertragungskorridore Chinas fließt und schließlich Rechenzentren-Cluster in der gesamten Guangdong-Hongkong-Macao Greater Bay Area erreicht.

Die Beziehung funktioniert in beide Richtungen. Durch die Integration von KI in das Netzmanagement sind Chinas Stromnetze nun in der Lage, den Strom intelligenter zuzuweisen und effizienter mit Spitzenzeiten umzugehen.

Wegen der anhaltenden Hitze in Südchina kam der diesjährige Sommerhöhepunkt der Stromversorgung etwa einen Monat früher als sonst und belastete das Netz sehr. Doch Chinas erstes virtuelles Kraftwerk ist dem Druck voraus, indem es KI-Tools einsetzt, um sein Netzwerk aus Ladestationen und Energiespeicheranlagen zu organisieren.

Durch die Vorhersage von Spitzenlasten, die Lenkung von Elektrofahrzeugen zum Laden während der Nebenzeiten und Vorkühlung von Klimaanlagen ermöglicht das KI-gesteuerte System der virtuellen Anlage, Belastungen reibungsloser zu absorbieren.

Chen Renli, Geschäftsführerin des Shenzhen Virtual Power Plant Management Center, erklärt: „Während der Spitzzeiten kann KI sofort stark belastete oder überlastete Übertragungsleitungen identifizieren und relevante Informationen an das Kontrollzentrum hochladen. Dann kann das Kontrollzentrum automatisch Antwortanweisungen generieren – alles dank KI-Tools.“


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Quelle: CRI

Schlagworte: Shenzhen,Integration,KI,Stromversorgung