Drei-Nord-Schutzwaldprojekt
Langfristige Strategien lassen Chinas „Große Grüne Mauer“ gedeihen
Der Hauptgrund für diese Begeisterung sei die dringende Notwendigkeit, ein besseres Zuhause zu schaffen, erklärte Lu und betonte, dass die Regierungspolitik es den lokalen Bauern und Hirten ermögliche, greifbare Vorteile für sich selbst zu erkennen.

Grüne Wüste: Im Dalad-Banner des Autonomen Gebietes der Inneren Mongolei ist es gelungen, die Wüstenbildung aufzuhalten und weite Flächen zu begrünen. (Foto: Xinhua)
China verknüpfe zudem die Infrastruktur für erneuerbare Energien direkt mit der ökologischen Wiederherstellung, hieß es in einem Artikel von Nature. In Ländern mit geringeren Ressourcen könnten kleinere Photovoltaikanlagen in der Nähe wertvoller Infrastrukturen wie Straßen und Wasserpumpstationen installiert werden. Obwohl diese Projekte erhebliche Vorabinvestitionen erforderten, könnten Stromverkäufe vorhersehbare Einnahmen für die Wartung generieren.
Eine weitere wichtige Lehre aus Chinas Erfahrungen ist laut dem Artikel, dass Regierungen in anderen Ländern die ökologische Wiederherstellung als Investition und nicht als Kostenfaktor betrachten müssen.
Lu merkte an, dass sich diese Investition in China bereits deutlich ausgezahlt habe, während sich die Philosophie des Schutzwaldprojekts im Laufe der Zeit allmählich verändert habe.
„Anfangs pflanzten wir nur schnellwachsende, hohe Bäume, die guten Schutz bieten“, sagte er und fügte hinzu, dass sich der Fokus allmählich auf die Integration von Umweltschutz, Produktion und Lebensgrundlagen verlagere.
Der Anbau von Pflanzen unter Solarpanelen ist ein Schlüsselbeispiel für diese Integration. Dabei handele es sich meist um fruchttragende Pflanzen wie Goji-Beeren und Sanddorn sowie um solche, die in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet werden.
In einigen Regionen werden Solarpanele genutzt, um Schatten für die Viehhaltung zu spenden. Anstatt das Vieh direkt auf dem Gras weiden zu lassen, werden Grashalme abgeschnitten und entfernt, um die Tiere zu füttern – ein Ansatz, der die Schutzfunktion der Pflanzen nicht beeinträchtigt.
„Ich sehe dies als einen bedeutenden Wandel – einen, der Ökologie, Produktion und die Lebensgrundlagen der Menschen integriert“, berichtete Lu. „Es schützt nicht nur das Land und sichert das Einkommen von Bauern und Hirten, sondern bringt auch der Gesellschaft als Ganzes Vorteile.“












