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Stabilität der Reserven

Chinas Goldreserven steigen im Mai zum 19. Mal in Folge

german.china.org.cn  |  
08.06.2026

Chinas Goldreserven sind offiziellen Daten vom Sonntag zufolge den 19. Monat in Folge gestiegen. Experten sehen darin eine Strategie zur Diversifizierung der internationalen Reserven und zur Stärkung der finanziellen Sicherheit.

Nach Angaben der Staatlichen Devisenverwaltung (SAFE) beliefen sich Chinas Goldreserven Ende Mai auf 74,96 Millionen Feinunzen – ein Anstieg um 320.000 Feinunzen gegenüber dem Vormonat.

Angesichts zunehmender globaler Unsicherheiten helfe der stetige Golderwerb, die Struktur der Reserven zu optimieren und gleichzeitig Risiken durch starke Währungsschwankungen abzufedern, erkläuterte Zhao Qingming, ein erfahrener Finanzanalyst.

Als weltweit allgemein anerkannter sicherer Hafen würden steigende Goldreserven die Glaubwürdigkeit des Renminbi stärken und eine solide Grundlage für dessen Internationalisierung schaffen, so Zhao.

Anders als Währungsreserven, deren Sicherheit und Wert von den Politiken der Emittentenländer abhängen, seien Goldreserven unabhängig und böten dadurch eine stärkere nationale Sicherheit. Gold diene zudem als wirksamer Inflationsschutz und bewahre Werte vor Entwertung durch Inflation im Ausland, erklärte Xi Junyang, Professor an der Shanghai University of Finance and Economics.

Laut Securities Times fiel der Spotgoldpreis in London am Freitag auf 4.327 US-Dollar pro Unze und näherte sich damit dem Jahresendschlusskurs von 4.325 US-Dollar vom 31. Dezember 2025.

Angesichts des jüngsten deutlichen Rückgangs der globalen Goldpreise sagte Zhao, dass Preisvolatilität ein normales Merkmal der Finanzmärkte sei. Gold habe vier Jahre in Folge zugelegt. Die starken Anstiege hätten Preisblasen erzeugt, weshalb die aktuelle Korrektur unvermeidlich und auch vernünftig sei.

China habe seine Goldbestände stetig und kontrollierbar aufgestockt, weshalb die Auswirkungen kurzfristiger Preisschwankungen auf die Reserven begrenzt seien, fuhr Xi fort.

Die SAFE teilte mit, dass Chinas Währungsreserven Ende Mai auf 3,4422 Billionen US-Dollar angestiegen seien – ein Anstieg um 31,7 Milliarden US-Dollar oder 0,93 Prozent gegenüber dem Vormonat. Dies sei der höchste Stand seit November 2015, berichtete die Securities Times.

Die SAFE führte das Wachstum unter anderem auf einen festeren US-Dollar-Index und steigende globale Vermögenspreise zurück. Die solide wirtschaftliche Dynamik Chinas habe die Stabilität der Reserven überdies ebenfalls gestützt.

Aufgrund von Veränderungen im globalen makroökonomischen Umfeld und geldpolitischen Erwartungen der großen Volkswirtschaften sei der US-Dollar-Index im Mai leicht gestiegen. Durch Wechselkursanpassungen und Vermögenspreisänderungen hätten Chinas Währungsreserven im Monatsvergleich zugelegt. Bei stabiler Wirtschaftsentwicklung und kontinuierlichen Fortschritten bei der qualitativ hochwertigen Entwicklung bleibe die Grundlage für stabile Währungsreserven solide, so die SAFE.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Goldreserven