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„Chinesisches Gehirn“ treibt Serbiens industriellen Wandel voran

german.china.org.cn  |  
08.06.2026

Der jüngste Besuch des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić in China brachte neue Investitionsabkommen im Wert von über 900 Millionen Euro sowie eine Reihe von weiteren Kooperationsvereinbarungen in den Bereichen Fertigung, Innovation und neue Zukunftstechnologien ein.

Für viele serbische Unternehmen unterstrich der Besuch einen Trend, der die Wirtschaft des Landes bereits jetzt umgestaltet: eine vertiefte Zusammenarbeit mit China bei Technologietransfer, industrieller Modernisierung und digitaler Transformation.

In einer Autoteilefabrik in der südserbischen Stadt Niš haben die Mitarbeiter der digitalen Plattform, die auf einem großen Bildschirm die Produktionslinien, den Anlagenstatus, den Auftragsfortschritt und die Qualitätskontrolle in Echtzeit überwacht, einen Spitznamen gegeben – das „chinesische Gehirn“.

Das System spiegelt die wachsende Bedeutung chinesischer Technologien in der serbischen Fertigungsindustrie wider. Chinesische Technologien helfen Unternehmen dabei, ihre Abläufe zu modernisieren, die Effizienz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Marko Čadež, Präsident der serbischen Industrie- und Handelskammer, erklärte gegenüber Xinhua, dass serbische Unternehmen seit dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen China und Serbien einen leichteren Zugang zu chinesischen Technologien, Maschinen, Rohstoffen und Automatisierungsanlagen erhalten hätten.

„Viele serbische Unternehmen modernisieren ihre Produktion mit chinesischer Ausrüstung“, sagte er. „Chinesische Maschinen sind heute technologisch fortschrittlich, kostengünstig und haben einen erheblichen Einfluss auf die lokale Industrie.“

Laut Čadež gab es in Serbien noch im Jahr 2012 praktisch keine chinesischen Unternehmen. Heute sind rund 2.000 Unternehmen mit chinesischem Kapital in Serbien tätig. Die 35 größten Unternehmen mit chinesischer Beteiligung haben insgesamt fast 8 Milliarden US-Dollar investiert und somit rund 40.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Analysten zufolge entwickelt sich die bilaterale Zusammenarbeit über den traditionellen Fokus auf Infrastruktur, Bergbau und Stahlproduktion hinaus hin zu einer stärker technologieorientierten Kooperation.ieser Trend zeigte sich deutlich auch während Vučićs jüngstem Besuch in China. Nach einer Besichtigung einer Roboterfabrik der Minth Group in der ostchinesischen Stadt Jiaxing äußerte er seine Bewunderung für die intelligenten Fertigungstechnologien und Roboteranwendungen. Anschließend kündigte er an, dass Serbien in Zusammenarbeit mit chinesischen Unternehmen zwischen dem 10. und 20. Juli die erste Phase der Produktion humanoider Roboter starten werde.

Im Werk in Niš, wo lokale Mitarbeiter über 92 Prozent der Belegschaft ausmachen, integriert ein von Zhejiang Yusei Holdings entwickeltes Fertigungssteuerungssystem Auftragsmanagement, Produktionsabwicklung und Qualitätsrückverfolgbarkeit in eine einheitliche digitale Plattform.


Xu Linhao stellt vor dem Display des Fertigungssteuerungssystems in der Fabrik in Niš den Journalisten den Systembetrieb vor. (19. Januar 2026)

Der Produktionsmanager Xu Linhao sagte, die Plattform habe eine Automatisierung von etwa 70 Prozent der Produktionslinien ermöglicht. Die Arbeiter müssten nun nicht mehr manuell Daten erfassen oder jede Maschine einzeln überwachen. Informationen über Aufträge, Anlagenleistung und Qualitätskontrolle könnten stattdessen nun automatisch im gesamten Werk koordiniert werden.

Gordana Mišev, Direktorin des Instituts für internationale Politik und Wirtschaft in Serbien, erklärte, China sei zu einem weltweit führenden Land in Technologie und Innovation geworden und könne die Entwicklung Serbiens in aufstrebenden Sektoren erheblich unterstützen. Sie nannte künstliche Intelligenz, Robotik, Drohnen, grüne Industrien, Verkehrsinfrastruktur und Energie als Bereiche mit großem Potenzial für eine vertiefte Zusammenarbeit.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Serbien,industriellen Wandel