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Entwicklungsziele

China veröffentlicht Leitlinien für KI- und digitale Infrastrukturentwicklung

german.china.org.cn  |  
11.06.2026

Chinas Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) hat neue Leitlinien zur Förderung der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und dem Informations- und Kommunikationssektor (IKT) veröffentlicht. Das Dokument setzt Entwicklungsziele bis 2030 und betont die Bedeutung von Netzen, Rechenleistung und digitaler Infrastruktur für das KI-Wachstum.

Bis 2028 strebt China laut den Leitlinien einen ersten Innovationsrahmen an, in dem sich KI und der IKT-Sektor gegenseitig verstärken. Die intelligenten Netzbetriebs- und Dienstleistungskapazitäten des Landes sollen international fortschrittliches Niveau erreichen. Auch die Kommunikationsnetze sollen eine erste Stufe hochgradig autonomen Betriebs erreichen.

Das Dokument unterstreicht zudem den Ausbau der Infrastruktur für die KI-Entwicklung. Bis 2028 soll die Abdeckung städtischer Rechennetze mit einer Zugangslatenz von einer Millisekunde 75 Prozent überschreiten.

Bis 2030 sollen den Leitlinien zufolge wichtige technologische Durchbrüche bei der Konvergenz von KI und Kommunikationsnetzen erzielt werden. Zudem werden erhebliche Verbesserungen bei integrierten Diensten für Wahrnehmung, Kommunikation, Rechnen und Intelligenz gefordert. Ein zentraler Schwerpunkt ist die intelligente Modernisierung der IKT-Branche, etwa durch die Förderung intelligenter Kommunikationstechnologien, netzbasierter KI-Agenten und die Verbesserung der Intelligenz von Netzausrüstung.

Laut Wang Peng, einem assoziierten Forschungsmitarbeiter an der Beijing Academy of Social Sciences, werde eine leistungsfähigere KI-Infrastruktur die Entwicklung des heimischen Software- und Hardware-Ökosystems beschleunigen. Gleichzeitig senke sie durch sichere und eigenständige Rechenzentren die Kosten für die Einführung von KI-Technologien.

Wang wies darauf hin, dass China mit der „East Data, West Computing“-Initiative bereits die Grundlagen eines landesweiten Rechennetzes gelegt habe. Das schnelle Wachstum großer KI-Modelle habe jedoch strukturelle Ungleichgewichte bei den Rechenressourcen offenbart. Ein verbundenes Rechennetz würde eine effizientere Ressourcenallokation ermöglichen und lokale Engpässe durch vernetzte Rechencluster ausgleichen – etwa eine Unterauslastung neu gebauter Rechenzentren in westlichen Regionen.

Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, sei mit der zunehmenden Verbreitung großer KI-Modelle und der Umgestaltung von Produktions- und Geschäftsprozessen durch KI-Agenten eine hochwertige KI-Dateninfrastruktur zu einer zentralen Säule für die nächste Phase der KI-Entwicklung geworden.

Bereits am 9. Juni berichtete Bloomberg, dass China in den nächsten fünf Jahren rund zwei Billionen Yuan (etwa 295 Milliarden US-Dollar) für den Aufbau von Rechenzentren im ganzen Land ausgeben wolle, um die heimische KI-Branche voranzutreiben.

China hat die politische Unterstützung für die KI-Entwicklung kontinuierlich verstärkt und betrachtet die Technologie als zentralen Treiber für zukünftiges Wirtschaftswachstum und industrielle Modernisierung. Wie Xinhua weiter berichtete, führte der Regierungsarbeitsbericht bereits 2024 die „KI-Plus“-Initiative ein, deren Fortsetzung 2025 gefordert wurde. In diesem Jahr habe sie sich zu einem Motor für eine breitere wirtschaftliche Transformation entwickelt.


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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,KI,Infrastrukturentwicklung