Experten fordern Reform der globalen Menschenrechts-Governance bei UN-Treffen
Beamte, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft haben bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in Genf Reformen der globalen Menschenrechts-Governance sowie eine höhere Wirksamkeit des bestehenden Systems gefordert. Sie betonten die Notwendigkeit, die internationale Zusammenarbeit zu stärken, die Politisierung von Menschenrechtsfragen zu verringern und Menschenrechte durch entwicklungsorientierte Ansätze stärker in die globale Governance zu integrieren.
Der Appell erfolgte im Rahmen einer Nebenveranstaltung der 62. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats am 16. Juni. Die Veranstaltung unter dem Titel „Menschenrechte in der globalen Governance“ wurde gemeinsam von der United Nations Association of China (UNA-China) und der Ständigen Vertretung Chinas bei den Vereinten Nationen in Genf ausgerichtet. Rund 50 Vertreter aus Regierungen, internationalen Organisationen und der Wissenschaft nahmen daran teil.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass jedes Land einen menschenrechtsbezogenen Entwicklungsweg einschlagen sollte, der den jeweiligen nationalen Gegebenheiten entspricht, und sprachen sich gegen einheitliche Entwicklungsmodelle aus. Zugleich warnten sie vor einer Politisierung und Instrumentalisierung von Menschenrechtsfragen und riefen zu mehr Solidarität statt Konfrontation auf.
Darüber hinaus hoben die Teilnehmer die Bedeutung der Initiative für globale Governance hervor. Diese könne als Rahmen für die Reform der globalen Menschenrechts-Governance dienen. Zugleich forderten sie, den Schwerpunkt stärker auf die praktische Umsetzung, eine höhere Wirksamkeit sowie konkrete Ergebnisse zu legen, die die Lebensbedingungen der Menschen verbessern und ihre Entwicklung fördern.











