Industrie, Technologie und Kultur
Chinesische Videospiele gewinnen weltweit an Attraktivität
Vom globalen Erfolg von „Black Myth: Wukong“ bis hin zur anhaltenden Beliebtheit von „Genshin Impact“ erreichen in China entwickelte Videospiele ein breiteres internationales Publikum als je zuvor. Dies spiegelt die wachsende weltweite Attraktivität der chinesischen Gaming-Industrie wider.
Das Foto zeigt ein Plakat des Videospiels „Black Myth: Wukong“ in der ostchinesischen Stadt Hangzhou.
Laut der China Audio-Video and Digital Publishing Association belief sich der Umsatz chinesischer, eigenentwickelter Spiele 2025 auf dem Auslandsmarkt auf über 20,45 Milliarden US-Dollar.
Reifes Gaming-Ökosystem
In den letzten zehn Jahren hat sich Chinas Gaming-Industrie von einem primär für seinen riesigen Binnenmarkt bekannten Sektor zu einem reifen Ökosystem weiterentwickelt, das Spieleentwicklung, Veröffentlichung, Live-Betrieb und globalen Vertrieb umfasst.
Die Branche beheimatet heute eine Vielzahl von Unternehmen – von etablierten Giganten wie Tencent und NetEase bis hin zu international aktiven Studios wie miHoYo, Lilith Games, Game Science und iDreamSky. Dies spiegelt eine zunehmend diversifizierte Entwicklungslandschaft wider.
Visuelle und technologische Fortschritte
Branchenbeobachtern zufolge findet Chinas Spieleindustrie auch zunehmend Anerkennung für ihre Stärken in Bezug auf visuelle Darstellung und technische Fähigkeiten.
Beispielsweise hoben internationale Medien hervor, dass Black Myth: Wukong „Grafik auf dem neuesten Stand der Technik“ biete. Im Jahr 2024 gewann Black Myth: Wukong beim Golden Joystick Award der Gaming-Branche sowohl den Preis für das „Ultimate Game of the Year“ als auch den für das „Best Visual Design“.
Auch Spiele wie „Genshin Impact“ und „Wuthering Waves“ werden von internationalen Medien und Spielern wegen ihres visuellen Designs, der Animationsqualität und ihrer weitläufigen Open-World-Erlebnisse begeistert diskutiert. Dies unterstreicht die Fortschritte, die chinesische Entwickler bei der Umsetzung immer komplexerer und technisch anspruchsvollerer Projekte gemacht haben.
Kulturelles Storytelling
Tobias Stolz-Zwilling, Kommunikationsleiter beim tschechischen Videospielentwickler Warhorse Studios, beschrieb „Black Myth: Wukong“ als „das erste große Einzelspielerspiel, das chinesische Ideen einem weltweiten Publikum näherbringt“.
Der Einfluss der chinesischen Kultur lässt sich in einer wachsenden Zahl international erfolgreicher Spiele erkennen.
„Where Winds Meet“ verbindet historische Schauplätze mit traditioneller Wuxia-Erzählkunst und bringt so Elemente der chinesischen Geschichte und Kampfkunstkultur zu Spielern weltweit.
„Honor of Kings“ greift umfassend auf chinesische Mythologie, Folklore und historische Persönlichkeiten zurück und expandiert zunehmend auf ausländische Märkte.
„China hat sich vom Gaming-Neuling zur globalen Großmacht entwickelt“, sagt Joost van Dreunen, Mitbegründer und CEO der ALDORA, einer Marktforschungsfirma für die Gaming-Branche. „Die chinesische Videospielindustrie hat im letzten Jahrzehnt ein erhebliches Wachstum und einen tiefgreifenden Wandel erlebt“, was China zum weltgrößten Mobile-Gaming-Markt machte.












