Exklusivinterview mit Chemie-Nobelpreisträger Omar M. Yaghi
Der Träger des Nobelpreises für Chemie, Omar M. Yaghi, der kürzlich an der Weltkonferenz für Künstliche Intelligenz (KI) sowie an der hochrangigen Sitzung zur globalen KI-Governance in Shanghai teilnahm, hat China Media Group (CMG) ein Exklusivinterview gewährt.
Dabei erklärte er, die Rede von Staatspräsident Xi Jinping auf der Konferenz habe die Entwicklungsperspektiven der KI in China klar aufgezeigt. Gegenwärtig entwickle sich die KI in China rasant. Dies mache auch Überlegungen darüber erforderlich, wie sich die KI künftig weiterentwickeln und welche Auswirkungen sie auf die gesellschaftliche Entwicklung, Forschung und Innovation sowie auf die gesamte Welt haben werde.

Man müsse auch erkennen, dass KI einerseits der Menschheit zugutekommen könne, andererseits jedoch auch das Risiko eines Missbrauchs bestehe. Staatspräsident Xi Jinping habe in seiner Rede genau dargelegt, wie das Gleichgewicht dazwischen geschaffen werden könne, ohne die Kreativität und die wissenschaftliche Dynamik zu dämpfen.
Zur Gründung der Weltorganisation für KI-Zusammenarbeit sagte Yaghi, dass 29 Länder gemeinsam einen Konsens schaffen könnten, um die KI-Governance gemeinsam zu erforschen und verschiedene Herausforderungen zu bewältigen, die durch die rasante Entwicklung der KI entstanden seien. Die Bewältigung globaler Herausforderungen könne nicht nur von wenigen Forschern in wenigen Ländern abhängen, sondern erfordere die Zusammenarbeit von mehr Forschern aus mehr Ländern.
Yaghi wies zugleich darauf hin, dass China jedes Jahr deutlich mehr Absolventen in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik hervorbringe als andere Länder der Welt. Dadurch habe sich China in nahezu allen wissenschaftlichen und technologischen Bereichen schnell entwickelt. Dies biete jungen Forschern nicht nur mehr Ressourcen und Möglichkeiten für wissenschaftliche Arbeit, sondern auch eine breite Plattform, um ihre Talente zu entfalten und ihre Ideen umzusetzen.
Chinesische Studierende seien bereit, wiederholt Anläufe zu unternehmen, bis sie Erfolg hätten, sagte der Wissenschaftler weiter. Bei wissenschaftlichen Experimenten, aus denen man wirklich lernen könne, ließen sich die gewünschten Ergebnisse oft nicht beim ersten Versuch erzielen. Man müsse durch wiederholte Experimente kontinuierlich Erkenntnisse gewinnen. Ihm sei aufgefallen, dass der Anteil chinesischer Studierender höher sei, die bereit seien, diesen Weg konsequent weiterzugehen und letztlich Ergebnisse zu erzielen.












