Jasminindustrie in Guangxi erholt sich von Überschwemmungen durch Taifun
Nachdem sich die Fluten des Taifuns „Maysak“ zurückgezogen hatten, erwachten die Jasminfelder in Hengzhou im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität, Chinas „Jasmin-Hauptstadt“, wieder zum Leben. Gleichzeitig begann auf dem örtlichen Blumenmarkt die Hauptankaufssaison.
Anfang Juli brachte der Taifun heftige Regenfälle und Überschwemmungen über die Region. Dabei wurden nahezu 60 Prozent der Jasminplantagen in Hengzhou mit einer Gesamtfläche von rund 100.000 Mu (etwa 6.700 Hektar) überflutet.
Dank der Unterstützung von Regierung und Unternehmen konnten die Bauern ihre frisch gepflückten Jasminblüten schon bald wieder zum Shijing-Blumenmarkt in Hengzhou bringen.
Die aktuelle Ernte ist die erste nach der Naturkatastrophe und stammt aus den weniger stark beschädigten Anbaugebieten. Obwohl die Erträge geringer ausfallen, freuen sich die Bauern, überhaupt wieder Jasminblüten verkaufen zu können.
Der Bauer Li Yeji sagte: „Mein Zuhause stand vier oder fünf Tage lang unter Wasser. Die Regierung hat uns geholfen, und inzwischen wurde die gesamte Jasmin-Wertschöpfungskette wiederhergestellt.“
Mit Beginn der Hauptankaufssaison trieb das knappe Angebot den Preis für Jasminblüten auf 82 Yuan RMB (rund 12 US-Dollar) pro Kilogramm – etwa doppelt so viel wie gewöhnlich.
„Wenn die Bauern sehen, dass weiterhin viele Teeunternehmen Jasmin kaufen, gibt ihnen das neuen Mut“, sagte Chen Hongfei, Marketingleiterin eines örtlichen Agrartechnologieunternehmens.
Die Bäuerin Zhou Ailian erklärte: „Wir werden das schaffen. Bei diesen Preisen sind wir auf jeden Fall zufrieden.“
Aus Sicht der Unternehmen berichtete der Teehändler Lin Yongjian, der seit vielen Jahren in Hengzhou tätig ist, dass sich sein täglicher Einkauf von Jasminblüten auf lediglich 30 Prozent des üblichen Volumens verringert habe. Um bestehende Aufträge erfüllen zu können, passte er seine Produktionspläne an und zahlte höhere Preise, um den Bauern Sicherheit zu geben.
„Wir haben die Ankaufspreise frühzeitig angehoben, um das Vertrauen der Bauern wiederherzustellen. Außerdem haben wir den betroffenen Landwirten kostenlos Pflanzenschutzmittel und Dünger zur Verfügung gestellt. Wir setzen alles daran, ihre Erholung zu unterstützen und die Qualität der Blüten zu verbessern“, sagte Lin.
Mit der Rückkehr immer mehrerer Bauern auf die Felder stieg das tägliche Handelsvolumen auf dem Jasminmarkt in Hengzhou auf rund 400.000 Kilogramm.
Luo Yuzhen, Leiter des örtlichen Dufttee-Verbandes, sagte: „Die Branche der modernen Teegetränke hat derzeit eine hohe Nachfrage nach Jasmin. Da sich das Wetter verbessert und die Temperaturen steigen, blicken wir der bevorstehenden Jasminernte mit großem Vertrauen entgegen.“











