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Beijings grüner Marsch

Wie China zum globalen Vorbild im Umweltschutz wurde Exklusiv

german.china.org.cn  |  
19.08.2026

Die Energiewende in Zahlen

Zwischen 2021 und 2025 stieg der Anteil erneuerbarer Energien an der installierten Stromerzeugungskapazität von rund 40 auf etwa 60 Prozent. Allein bis Februar 2026 hatte China 1.230 Gigawatt Solar- und 650 Gigawatt Windkraft installiert – ein Zuwachs von 33 beziehungsweise 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis Ende 2025 hat die kumulierte installierte Leistung neuartiger Energiespeicher in China unter anderem 144,7 Gigawatt erreicht, was einem Anstieg von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bis 2030 strebt China eine installierte erneuerbare Kapazität von 3.500 Gigawatt und eine Jahreserzeugung von rund 6 Billionen Kilowattstunden an. 

Das Bild zeigt ein Fischerei-Photovoltaik-Projekt in Weishan in der Provinz Shandong. (Foto vom 20. März 2024, Xinhua)

Der grüne Umbau ist längst auch ein industriepolitisches Projekt: Der Markt für grüne und kohlenstoffarme Industrien erreichte 2025 ein Volumen von rund 11 Billionen Yuan. 2024 entfielen 100.000 Patentanmeldungen im Bereich Umwelt- und Klimatechnologie auf China. Am sichtbarsten ist der Vorsprung bei Elektrofahrzeugen: Chinesische Hersteller stellten 2025 etwa 75 Prozent der weltweiten E-Auto-Produktion und lieferten rund 60 Prozent aller weltweit verkauften E-Autos. Bei Lithium-Ionen-Batterien liegt der chinesische Weltmarktanteil bei über 80 Prozent.

Vorbild und Partner auf der Weltbühne

Diese industrielle Basis hat zur globalen grünen Transformation beigetragen. China beteiligte sich 2025 maßgeblich an globalen Investitionen in die Energiewende von über 2,3 Billionen US-Dollar und kooperiert mit mehr als 100 Ländern beim Ausbau erneuerbarer Energien. Durch die schiere Produktionsskala chinesischer Hersteller fielen die Weltmarktpreise für Windkraft im vergangenen Jahrzehnt um rund 60 Prozent und für Solarmodule um rund 80 Prozent – ein Effekt, von dem besonders Entwicklungs- und Schwellenländer profitieren, weil er Dekarbonisierung dort erst wirtschaftlich darstellbar macht. Über die Seidenstraßeninitiative exportiert Beijing gezielt Technologie und Standards nach Südostasien, Zentralasien und Afrika. Nach chinesischen Angaben haben Chinas Exporte von Windkraft- und Photovoltaikprodukten im Zeitraum des 14. Fünfjahresplans (2021-2025) dazu beigetragen, die CO₂-Emissionen anderer Länder um rund 4,1 Milliarden Tonnen zu reduzieren.

Die Luftaufnahme vom 9. Juli 2020 zeigt Wasser, das aus dem Wasserkraftwerk Lijiaxia im Nordwesten Chinas in der Provinz Qinghai austritt.

Vor allem seit sich die USA aus dem Pariser Abkommen zurückgezogen haben, wird China in puncto Klimaschutz weltweit zunehmend als verlässlicher Partner angesehen. Bei der COP30 im brasilianischen Belém stellte China etwa die zweitgrößte Delegation nach Gastgeber Brasilien. Vizepremier Ding Xuexiang brachte die Botschaft dort auf den Punkt: „China hält seine Versprechen und liefert, was es zusagt.“ 

Für viele Länder des Globalen Südens ist das mehr als Rhetorik – es sind konkrete, bezahlbare Windturbinen, Solarparks und Netzausrüstung, die schneller verfügbar sind als vergleichbare westliche Angebote.

Unter dem Strich zeigt sich ein China, das ökologische Modernisierung nicht mehr als Widerspruch zum wirtschaftlichen Aufstieg begreift, sondern als dessen nächste Stufe. Das neue Gesetzbuch gießt diesen Kurs nun erstmals in ein kohärentes Rechtssystem. 

Der Autor ist langjähriger Ostasienexperte, war lange Jahre für internationale und chinesische Organisationen tätig und arbeitet nun als freier Journalist in China. Die Meinung des Autors spiegelt die Position unserer Webseite nicht notwendigerweise wider.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Vorbild,Umweltschutz