Xizang
Li Qiang leitet Katastrophenhilfe nach Schlammlawine in Gyirong an
Der chinesische Ministerpräsident Li Qiang ist am Donnerstagnachmittag in Gyirong im Autonomen Gebiet Xizang eingetroffen. Das Gebiet war am Mittwochmorgen von einer schweren Schlammlawine getroffen worden.
Li Qiang reiste im Auftrag von Xi Jinping, Generalsekretär des Zentralkomitees der KP Chinas, gemeinsam mit hochrangigen Vertretern zuständiger Behörden in das Katastrophengebiet. Dort wird die Delegation die Rettungs- und Hilfsarbeiten koordinieren sowie Einsatzkräfte und betroffene Menschen vor Ort besuchen.
Medienberichten zufolge werden nahezu 100 chinesische Staatsbürger nach der schweren Schlammlawine im Grenzgebiet zwischen China und Nepal auf nepalesischer Seite noch vermisst. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Lin Jian erklärte am Donnerstag, die chinesische Botschaft in Nepal sei dabei, die Angaben gemeinsam mit der nepalesischen Seite weiter zu überprüfen.

Die Katastrophe habe auf beiden Seiten der Grenze schwere Schäden und zahlreiche Vermisste gefordert, so Lin weiter. China stehe mit Nepal in engem Austausch, um die Such- und Rettungsmaßnahmen gemeinsam zu koordinieren, und werde das Nachbarland nach dessen Bedarf mit Nothilfe unterstützen.

Auf chinesischer Seite hat die Regierung eine nationale Katastrophenschutzreaktion der Stufe II aktiviert. Bis Donnerstagmorgen waren 141 Rettungskräfte sowie ein für große Höhen geeigneter Hubschrauber im Katastrophengebiet am Grenzübergang Gyirong im Autonomen Gebiet Xizang eingetroffen. Weitere Rettungsteams und technische Kräfte sind auf dem Weg.

Nach Angaben der örtlichen Behörden waren auf chinesischer Seite bis Donnerstag um acht Uhr drei Menschen ums Leben gekommen, 558 wurden vermisst und zwei Dorfbewohner gerettet. Die Such- und Rettungsarbeiten dauern an.












