share
Home> International

Exklusivinterview mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Senats der Obersten Versammlung Usbekistans

CRI  |  
07.09.2026

Der erste stellvertretende Vorsitzende des Senats der Obersten Versammlung Usbekistans, Sodiq Safoyev, hat der China Media Group (CMG) kürzlich ein Exklusivinterview gegeben.

Mit Blick auf den gerade zu Ende gegangenen Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) erklärte Safoyev, die SCO habe von Anfang an eine völlig neue Form der multilateralen Zusammenarbeit verfolgt und eine neuartige Kooperationsbeziehung zwischen großen und kleinen Ländern etabliert. Die Organisation richte sich weder gegen andere Staaten noch gegen internationale Organisationen, sondern ziele darauf ab, die internationale Zusammenarbeit zu fördern und die Kräfte aller Länder zu bündeln, um gemeinsam den vielfältigen Herausforderungen der heutigen Welt zu begegnen.

Im Interview erläuterte Safoyev zudem die Bedeutung der Aufwertung der chinesisch-usbekischen Beziehungen zu einer „umfassenden strategischen Partnerschaft für die neue Ära unter allen Wetterlagen“. Dies bedeute eine weitere Vertiefung der bilateralen Beziehungen. Der Begriff „unter allen Wetterlagen“ bringe zum Ausdruck, dass die Beziehungen unabhängig von regionalen und internationalen Veränderungen tief verwurzelt und unerschütterlich seien und auf gemeinsamen Prinzipien und Werten beruhten. Dabei gehe es nicht nur um eine Ausweitung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, sondern vielmehr um einen weiteren Zuwachs an gegenseitigem Vertrauen und Verständnis.

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen China und Usbekistan habe inzwischen die Marke von 16 Milliarden US-Dollar überschritten. Mehr als 6.000 chinesische Unternehmen seien in Usbekistan investiert und in verschiedenen Bereichen tätig, insbesondere im Bereich der Solar- und Windenergie leisteten sie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.

Safoyev ist zudem Rektor der Universität für Weltwirtschaft und Diplomatie. An der Universität wurde ein „Bücherregal mit den Werken des Generalsekretärs“ eingerichtet. Dazu sagte Safoyev, dies sei keineswegs eine rein symbolische Maßnahme, denn im Kern gehe es darum, aus den Erfahrungen Chinas bei der Modernisierung zu lernen.

Insbesondere Präsident Shavkat Mirziyoyev empfehle, drei Bereiche der chinesischen Entwicklungserfahrungen eingehend zu studieren: erstens die Reformen im Land- und Agrarbereich, zweitens die Entwicklung von Sonderwirtschaftszonen zur Anwerbung von Investitionen und drittens die Erfahrungen bei der Korruptionsbekämpfung.

China habe ein „Wunder“ vollbracht, indem es Hunderte Millionen Menschen aus der Armut geführt und auf dem Weg zu mehr Wohlstand begleitet habe, sagte Safoyev. Dies sei auch für Usbekistan ein wichtiges Vorbild.

Diesen Artikel Drucken 丨 Merken 丨 Senden 丨 Feedback

Quelle: CRI

Schlagworte: Exklusivinterview,Usbekistan