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„Loong-Restaurant-Diplomatie“: Oberflächlich aus chinesischer Sicht oder westlicher Wahrnehmung?

CRI  |  
07.09.2026

Der „Economist“ bezeichnete in einem Kommentar zum chinesischen Film „Once Upon a Time in the Middle East“ die chinesische Außenpolitik jüngst als „Loong-Restaurant-Diplomatie“. Ausgehend von den schlichten Motiven des Films – „gut essen, Kinder gut großziehen“ – beschreibt er Chinas internationale Beziehungen als von Geschäftsinteressen getrieben und ideologisch „tiefenlos“. Diese Lesart verkennt Pragmatik als Oberflächlichkeit, setzt Entwicklung mit Merkantilismus gleich und deutet die grundlegenden Wünsche einfacher Menschen als Mangel an politischem Ideal.

Die Tiefe einer Außenpolitik bemisst sich nicht an der Komplexität ihrer Vokabeln. Dass China wirtschaftlicher Entwicklung große Bedeutung beimisst, ist für ein Land, das lange unter Armut litt und sich dann zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt emporarbeitete, kaum überraschend. Dieser Werdegang prägt Chinas eigenes Verständnis internationaler Beziehungen: Entwicklung ist nicht nur ein wirtschaftlicher Indikator, sondern auch Fundament für soziale Stabilität, menschliche Würde und nationale Unabhängigkeit.

Für viele Entwicklungsländer sind die drängendsten Probleme keine abstrakten politischen Theorien, sondern: Gibt es Strom zu Hause? Können die Kinder zur Schule gehen? Finden die Ernteerzeugnisse Abnehmer? Funktioniert das Krankenhaus? Gibt es sauberes Trinkwasser?

Wer diese Fragen für weniger „tiefschürfend“ hält als Diskussionen über politische Modelle, offenbart selbst ein oberflächliches Politikverständnis.

„Once Upon A Time in the Middle East“ betont das Motiv „gut essen“ immer wieder und erinnert daran, dass Politik letztlich nicht dazu da ist, beeindruckende strategische Termini zu prägen, sondern eine Gesellschaftsordnung zu schaffen, in der normale Menschen ein normales Leben führen können.

Die Welt ist nicht nur ein Schachbrett aus Staaten und Mächten, sondern auch ein Tisch, an dem die Menschheit gemeinsam leben und ihre Zukunft teilen muss.

Das Bemerkenswerteste am Kommentar des „Economist“ ist die stillschweigende Annahme, dass ein chinesischer Film nach dem Maßstab des westlichen Kulturkreises zu beurteilen sei. Wenn „Once Upon A Time in the Middle East“ nicht der vertrauten narrativen Grammatik westlicher Kriegsfilme folgt, bedeutet das noch lange nicht, dass er künstlerisch oder gedanklich minderwertig ist. Im Gegenteil: Dass er seinen Protagonisten nicht zum bewaffneten Helden im westlichen Sinne macht, könnte gerade die wichtigste Aussage des Films sein.

Die Bedeutung von „Once Upon A Time in the Middle East“ geht über den Film selbst hinaus. Er bietet ein kulturelles Fenster, durch das die Welt eine umfassendere Auffassung internationaler Beziehungen aus chinesischer Sicht erkennen kann – eine, die Frieden, Entwicklung, Koexistenz und das Wohlergehen der einfachen Menschen stärker in den Mittelpunkt der internationalen Agenda rückt.

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Quelle: CRI

Schlagworte: Film,Kommentar,Once Upon a Time in the Middle East