Bahnreisen beleben Chinas Sommertourismus
Die 62-tägige Sommersaison im chinesischen Bahnverkehr ist kürzlich zu Ende gegangen. Neue Hochgeschwindigkeitsstrecken machten zahlreiche Reiseziele schneller erreichbar. So verkürzte sich auf der kurz vor Beginn der Saison eröffneten Strecke Xi’an-Shiyan die schnellste Reisezeit zwischen Xi’an und Wuhan auf zwei Stunden und 41 Minuten. Entlang des Qinling-Gebirges stiegen die Besucherzahlen deutlich: So verzeichnete das Qinling-Museum 67 Prozent und die Altstadt Manchuan 36 Prozent mehr Gäste als im Vorjahreszeitraum. Auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Shenyang–Baihe wurden in ihrer ersten Sommersaison 1,752 Millionen Fahrgäste befördert.
Mit der wachsenden Nachfrage nach Familien-, Bildungs-, Kultur- und Erholungsreisen erweiterte die Bahn ihr touristisches Angebot. Sonderzüge wie der „Kunming-Express“ nach Xinjiang oder der „Panda-Zug“ nach Manzhouli und Mohe verbanden weitere Reiseziele mit dem Schienennetz. Allein im Juli verkehrten landesweit 212 touristische Sonderzüge und 145 touristische Linien.
Auch die Anbindung der Bahnhöfe an die Sehenswürdigkeiten wurde verbessert. In Kaifeng erhalten Reisende mit ihrem Bahnticket spezielle Gutscheine für touristische Angebote. In Shiyan fährt ein kostenloser Shuttle vom Hochgeschwindigkeitsbahnhof zum Wudang-Gebirge. Mit dem Bahnticket erhalten Reisende zudem Vergünstigungen für Eintrittskarten und Aufführungen. Mithilfe von Big Data passt die Bahn ihre Kapazitäten an die Reiseströme an und verknüpft den Bahnverkehr stärker mit Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Unterkünften.
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping betonte, der Tourismus solle besser einem guten Leben dienen, die wirtschaftliche Entwicklung fördern, die geistige Heimat bereichern, das Bild Chinas in der Welt vermitteln und den Austausch zwischen den Zivilisationen vertiefen. Die diesjährige Sommersaison zeigt zugleich, wie der Ausbau des Bahnnetzes und neue Dienstleistungen die Integration von Kultur und Tourismus, den ländlichen Aufschwung und die regionale Entwicklung weiter unterstützen.











