CIFIT
China stärkt die Zusammenarbeit in globalen Lieferketten
Von der Erschließung neuer Handelsrouten bis zur Stärkung von Lieferketten im Ausland: Chinesische Unternehmen tragen dazu bei, den grenzüberschreitenden Waren- und Ressourcenfluss aufrechtzuerhalten und ermöglichen Partnern in anderen Ländern, widerstandsfähigere Lieferkettennetzwerke aufzubauen.

Menschen besuchen die 26. China International Fair for Investment and Trade (CIFIT) in Xiamen in der Provinz Fujian im Südosten Chinas. (8. September 2026, Xinhua)
Auf der 26. CIFIT in Xiamen erklärten Unternehmensvertreter gegenüber Xinhua, dass Chinas wachsende Rolle in globalen Lieferketten neue Kanäle für Handel, Investitionen und industrielle Zusammenarbeit eröffne.
Für viele ausländische Teilnehmer bedeutet das: China ist längst nicht mehr nur ein wichtiger Markt. Das Land entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Anker in globalen Lieferketten. Ihr vertieftes Engagement in China wurde auf der diesjährigen CIFIT deutlich, die oft als Barometer für Chinas Auslandsinvestitionen und den Zufluss ausländischer Investitionen angesehen wird.
Die Messe zog Delegationen aus 129 Ländern und Regionen an, von denen 60 Ausstellungsbereiche einrichteten. Die Ausstellungsfläche vergrößerte sich von 120.000 Quadratmetern im Vorjahr auf 200.000 Quadratmeter. Diese Zahlen sind konkrete Anzeichen für das wachsende internationale Interesse an China als Partner für Handel, Investitionen und Zusammenarbeit in der Lieferkette.
Die Luftaufnahme zeigt den Sino-Saudi Gulei Ethylen-Komplex in Zhangzhou. (19. April 2026, Xinhua)
Rund 100 Kilometer südlich von Xiamen befindet sich der Ethylen-Komplex in der Stadt Zhangzhou kurz vor der vollständigen Inbetriebnahme. Das 44,8 Milliarden Yuan teure Joint Venture zwischen der Saudi Basic Industries Corporation und Chinas Fujian Energy Petrochemical Group verfügt über eine jährliche Ethylenkapazität von bis zu 1,8 Millionen Tonnen.
Sein Umfang lässt erkennen, dass ausländische Unternehmen nicht nur den chinesischen Markt erschließen, sondern sich zunehmend in dessen umfangreiche Industrie- und Lieferkettennetzwerke integrieren.
Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen, Handelsbarrieren und Infrastrukturengpässe stünden globale Lieferketten unter wachsendem Druck. Dennoch trage China dazu bei, den Waren- und Ressourcenfluss aufrechtzuerhalten und Lieferketten vielfältiger und widerstandsfähiger zu gestalten, erklärten Unternehmensvertreter auf der CIFIT.
Chinesische Unternehmen helfen ihren ausländischen Partnern zunehmend dabei, widerstandsfähigere Lieferketten aufzubauen.
In Guinea hat zum Beispiel das chinesische Unternehmen Xiamen Xiangyu Co. Ltd. das Problem der schlechten Verkehrsinfrastruktur, die den Bauxitexport behinderte, gelöst. Das Unternehmen entwickelte dafür einen Logistikkorridor, der Minen und Häfen per Straße, Binnenschiff und Hochseeschiff verbindet. In diesem Jahr wurde zudem ein Zolllager am Hafen errichtet, um die Exporteffizienz zu steigern.
Die Zusammenarbeit geht jedoch über Handel und Logistik hinaus. In Indonesien beispielsweise hat das 2,5-Millionen-Tonnen-Edelstahlprojekt von Xiangyu seit 2020 über 12.000 Arbeitsplätze geschaffen. Zudem wurden Straßen und Brücken gebaut, sauberes Wasser bereitgestellt und die lokale Bildung gefördert.
Auf der CIFIT erklärten mehrere Unternehmensvertreter gegenüber Xinhua, dass solche Projekte dazu beitragen würden, lokale Bedürfnisse zu decken – von Steuereinnahmen und Beschäftigung bis hin zur Infrastrukturentwicklung – und gleichzeitig den Gemeinden vor Ort greifbare Vorteile zu bringen.
Indem sie Ressourcen vor Ort verarbeiten, anstatt lediglich Rohstoffe zu exportieren, würden chinesische Unternehmen ressourcenreichen Ländern dabei helfen, in der Wertschöpfungskette weiter nach oben zu rücken, Arbeitsplätze zu schaffen, die Infrastruktur zu verbessern und der lokalen Wirtschaft neue Impulse zu verleihen, fügten sie hinzu.












