Rückgang anderer Schadstoffe als Treiber
Chinas Ozonbelastung nimmt langsamer zu
Nach einem deutlichen Anstieg in den fünf Jahren zuvor zeigte die Ozonbelastung in China während des 14. Fünfjahresplans (2021-2025) Anzeichen einer Verlangsamung. Während einige Schlüsselregionen rückläufige Trends verzeichnen, gibt die nationale Lage noch Anlass zur Sorge, da sich die Ozonwerte noch nicht entscheidend und wirksam verbessert haben. Dies geht aus einem Entwurf eines Blaubuches zur Ozonbelastung hervor.
Das Blaubuch, das am Montag vom Ausschuss für Ozonbekämpfung der Chinesischen Gesellschaft für Umweltwissenschaften in Beijing vorgestellt wurde, stellt fest, dass die durchschnittliche städtische Ozonkonzentration im Land über das vergangene Jahrzehnt einem klaren zweiphasigen Verlauf gefolgt ist: einem anhaltenden Anstieg, gefolgt von einer Phase erhöhter Schwankungen.
Während des 13. Fünfjahresplans (2016-2020) war die durchschnittliche jährliche Ozonkonzentration in den 339 größten Städten des Landes von 126 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahr 2016 auf einen Zehnjahreshöchstwert von 148 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahr 2019 gestiegen, so das Blaubuch. Obwohl die Konzentration 2020 auf 138 Mikrogramm pro Kubikmeter zurückging, blieb der Gesamttrend deutlich steigend.
Seit Beginn des 14. Fünfjahresplans habe die landesweite durchschnittliche Ozonkonzentration zwischen 137 und 145 Mikrogramm pro Kubikmeter gelegen und 2025 138 Mikrogramm pro Kubikmeter betragen – ohne klaren Auf- oder Abwärtstrend.
Im Gegensatz zu Ozon hätten andere Luftschadstoffe von 2016 bis 2025 insgesamt einen anhaltenden Rückgang gezeigt. Ozon bleibe eine der größten Hürden für die Einhaltung der Luftqualitätsstandards in chinesischen Städten, und seine Rolle als Hauptschadstoff werde immer deutlicher.
Im Jahr 2025 entfielen unter den Tagen mit Überschreitung der nationalen Luftqualitätsstandards landesweit 48,9 Prozent auf Tage mit Ozon als Hauptschadstoff, während 50,4 Prozent auf Feinstaub (PM2,5) als Hauptschadstoff entfielen. In der Region Beijing-Tianjin-Hebei machten Ozon-Tage 54,7 Prozent der Tage mit überhöhten Luftschadstoffen aus. Im Jangtse-Delta lag der Anteil bei 58 Prozent, im Perlfluss-Delta bei 96,6 Prozent.












