Der erste Fünfjahresplan (2026–2030)
Hongkong strebt Durchbrüche in Schlüsseltechnologien an
Hongkong wird seine Bemühungen verstärken, sich zu einem internationalen Innovations- und Technologiezentrum zu entwickeln, und dabei Durchbrüche in Schlüsseltechnologien wie künstlicher Intelligenz (KI) und Biowissenschaften anstreben. Unterstützt wird diese Entwicklung durch moderne Finanzstrukturen, den Ausbau öffentlicher Forschungsplattformen und eine engere Zusammenarbeit mit dem chinesischen Festland.

Die in den jüngsten Entwicklungsplänen der Stadt dargelegte politische Ausrichtung und die konkreten Maßnahmen werden dazu beitragen, das Innovations- und Technologie-Ökosystem Hongkongs zu stärken und die Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen zu beschleunigen.
Der lokale Regierungschef (Chief Executive) John Lee erklärte am Mittwoch bei der Vorstellung des ersten Fünfjahresplans für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Sonderverwaltungszone Hongkong (2026–2030), dass Hongkong seine Ausgaben für Innovationsaktivitäten im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) weiter erhöhen werde, so dass dieser Anteil von etwa 1,63 Prozent im Jahr 2024 auf 3 Prozent nach 2030 angehoben werden kann.
Lee erklärte, der Branchenorientierte Fonds für Innovation und Technologie (Innovation and Technology Industry-Oriented Fund) werde voraussichtlich noch in diesem Jahr aufgelegt und fünf thematische Sektoren abdecken, darunter Lebens- und Gesundheitstechnologie, KI und Robotik. Mit einer Kapitaleinlage der Regierung der Sonderverwaltungszone Hongkong in Höhe von zehn Milliarden HK-Dollar (1,1 Milliarden Euro) und Marktbeiträgen im Verhältnis von 1 zu mindestens 3 soll der Fonds ein Gesamtvolumen von mindestens 40 Milliarden HK-Dollar erreichen.
In seiner am selben Tag veröffentlichten jährlichen Regierungserklärung ging Lee näher darauf ein und erklärte, dass etwa 20 Fondsmanager vorläufig in die engere Wahl gekommen seien, um Kapital für die Einrichtung von Teilfonds zu beschaffen.
In den beiden Fahrplänen wurde zudem vorgeschlagen, die Entwicklung der „drei großen Innovations- und Technologieparks sowie der fünf wichtigsten Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen“ voranzutreiben. Zu letzteren gehören das Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Künstliche Intelligenz, das voraussichtlich noch in diesem Jahr seinen Betrieb aufnehmen wird, sowie das Forschungsinstitut für Lebens- und Gesundheitstechnologie (LHTRI). Die Vorbereitungsarbeiten für das LHTRI, dessen Schwerpunkt auf „KI + Biowissenschaften“ liegen wird, sollen bis Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen sein.
„Nach 2030 werden wir im Grunde ein internationales Innovations- und Technologiezentrum mit Sitz in der Greater Bay Area Guangdong-Hongkong-Macao etabliert haben, das dem gesamten Land dient und mit der Welt vernetzt ist“, sagte Lee.
Er fügte hinzu, dass dies ein neues Paradigma für Innovation und Technologieentwicklung hervorbringen werde, bei dem Unternehmen die Hauptakteure seien, Einhörner die Führung übernähmen und moderne Finanzinstrumente die integrierte Entwicklung von technologischer und industrieller Innovation vorantreiben würden.












