Präsident des US-China Business Council
Stabile Beziehungen zwischen China und den USA schaffen weltweit Klarheit

Eine solide und stabile Beziehung zwischen China und den Vereinigten Staaten sei für alle Länder weltweit von Vorteil, da sie verlässliche Perspektiven für die Zusammenarbeit mit den beiden biete, erklärte Sean Stein, Präsident des US-China Business Council.
In einem kürzlich in Shanghai geführten Interview mit der China Media Group (CMG), das am Freitag ausgestrahlt wurde, als der chinesische Staatspräsident Xi Jinping seinen dreitägigen Staatsbesuch in den Vereinigten Staaten beendete, kritisierte Stein, dass die USA den Begriff der nationalen Sicherheit zu weit fassten, und forderte eine vernünftigere Definition.
„Stellen Sie sich ein Venn-Diagramm vor, bei dem sich Kreise überschneiden. Wir sind von einer sehr kleinen Überschneidung zu einer fast vollständigen Überschneidung übergegangen. Damit wurde alles, was mit China zu tun hat – Tourismus, Handel, Reisen, Bildung, was auch immer – zu einer Frage der nationalen Sicherheit. Und das geht zu weit. Deshalb haben wir versucht, zu einem vernünftigen Gleichgewicht zwischen dem, was tatsächlich nationale Sicherheit ist, und dem, was nicht darunterfällt, beizutragen. Genau das sagen wir beiden Regierungen: Nationale Sicherheit muss sehr eng und transparent definiert werden. Nur so kann Vertrauen geschaffen werden“, sagte er.
Zur Praxis der US-Regierung, China-Klauseln in ihre Handelsabkommen mit anderen Ländern aufzunehmen, sagte Stein, viele Länder, die Handelsgespräche mit den USA führten, seien an ihn herangetreten und hätten gefragt, wie sie auf verschiedene Entwicklungen in den Beziehungen zwischen den USA und China reagieren sollten.
„Ich bin persönlich fest davon überzeugt, dass stabile Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China nicht nur uns, also unseren beiden Ländern, zugutekommen. Sie schaffen auch große Klarheit für Länder überall auf der Welt – sei es in der ASEAN, in anderen Teilen des Globalen Südens oder sogar in Europa und Lateinamerika. Dadurch können sie besser verstehen, wie sie mit beiden Ländern umgehen können. Denn letztlich will niemand Partei ergreifen. Niemand möchte sagen: ‚Wir gehören zum Lager der USA, wir gehören zum Lager Chinas.‘ Denn die Länder haben Interessen auf beiden Seiten. Indem wir dazu beitragen, eine solche stabile und berechenbare Beziehung zu bewahren, ermöglichen wir es den Ländern, ihre eigenen Interessen zu verfolgen und den größtmöglichen Nutzen sowohl aus ihren soliden Beziehungen zu den Vereinigten Staaten als auch aus ihren außergewöhnlichen Beziehungen zu China zu ziehen“, so Stein.











