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Wohnungsnachfrage

China führt Zinszuschüsse für Hypotheken ein

german.china.org.cn  |  
30.09.2026

China wird ab dem 1. Oktober 2026 Zinszuschüsse für Hypotheken einführen. Die Maßnahme soll die Kosten für den Wohnungserwerb senken und die Wohnraumnachfrage der Bevölkerung besser freisetzen.

Wie aus einer am Dienstag gemeinsam vom Finanzministerium, Chinas Zentralbank und der National Financial Regulatory Administration veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, gewähren die Finanzbehörden berechtigten Erstkäufern von Wohneigentum einen jährlichen Zinszuschuss von einem Prozentpunkt. Die vorläufige Laufzeit der Regelung beträgt ein Jahr.

Damit stellt die Zentralregierung erstmals Zinszuschüsse für kommerzielle Hypotheken bereit.

Die Regelung richtet sich an Erstkäufer. Die Wohnfläche der erworbenen Immobilie darf 120 Quadratmeter nicht überschreiten, der Kaufpreis darf höchstens 1,5 Millionen Yuan (rund 223.000 US-Dollar) betragen.

Nach dieser Regelung kann der Betrag der mit Zinszuschuss geförderten Kredite bis zu 1 Million Yuan erreichen, während die Zuschusslaufzeit bis zu fünf Jahre betragen kann.

Schätzungen zufolge könnten die Zuschüsse bei einem langfristigen kommerziellen Hypothekendarlehen in Höhe von einer Million Yuan die kumulierten Zinszahlungen der Kreditnehmer um nahezu 50.000 Yuan reduzieren.

Indem die Regelung Wohnungspreis, Wohnfläche und Kreditart festlegt, soll sie gezielt den vorgesehenen Bevölkerungsgruppen zugutekommen und einkommensschwächeren Familien dabei helfen, ihre monatliche Hypothekenbelastung zu verringern, erklärten die zuständigen Behörden.

Die Maßnahme konzentriere sich auf Erstkäufer mit grundlegendem Wohnbedarf und unterstütze Familien beim Erwerb kleinerer und mittelgroßer sowie relativ preisgünstiger Wohnungen, hieß es in der Mitteilung weiter.

Die Regelung dürfte die Belastung durch Hypotheken für neu zugezogene Stadtbewohner, Hochschulabsolventen, die gerade ins Berufsleben eintreten, sowie städtische Arbeitnehmerhaushalte verringern, sagte Luo Zhiheng, Chefökonom bei Yuekai Securities.

In den vergangenen Jahren hat China vor allem angebotsseitige Maßnahmen eingeführt, um die Entwicklung des Immobilienmarktes zu unterstützen. Diesmal verlagert sich der Fokus auf die Nachfrageseite und die Koordinierung von Finanz- und Fiskalpolitik erweitert den politischen Spielraum weiter.

Branchenexperten sind der Ansicht, dass Zinszuschüsse die Kosten für den Wohnungserwerb senken, den Abbau der Bestände an Neubauwohnungen beschleunigen und den Finanzierungsdruck auf Immobilienentwickler mindern können.

Die Maßnahme zeige deutlich die starke Unterstützung für die grundlegende Nachfrage nach Wohneigentum, also jene nach Erstwohnungen. Dies werde auch die spätere Nachfrage nach größeren bzw. hochwertigeren Wohnungen beeinflussen, sagte Yan Yuejin, stellvertretender Direktor des E-house China R&D Institute.

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Quelle: german.china.org.cn

Schlagworte: China,Zinszuschüsse,Hypotheken