Langer Marsch
Chinas Zentralarchiv macht über 5.000 Exponate anlässlich des 90. Jahrestags zugänglich
Chinas Zentralarchiv hat am Montag anlässlich des 90. Jahrestags des Sieges der Roten Armee im Langen Marsch mehr als 5.000 Archivdokumente zum Langen Marsch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bietet damit laut dem staatlichen Sender CCTV News Augenzeugenberichte über entscheidende Schlachten, strategische Entscheidungen und die Solidarität zwischen Soldaten und Zivilisten.

Die nun zugänglichen Materialien stammen hauptsächlich aus dem Zeitraum von Oktober 1934 bis Oktober 1936 und umfassen Programme und Erklärungen der Kommunistischen Partei Chinas (KP Chinas), Telegramme und Berichte der Roten Armee über operative Einsätze sowie revolutionäre Zeitungen und Zeitschriften, die von der KP Chinas gegründet und herausgegeben wurden. Zusammen verdeutlichen sie den revolutionären Geist der KP Chinas und der Volksstreitkräfte und schildern anschaulich, wie die Rote Armee und die einfache Bevölkerung während des Langen Marsches zusammenstanden, Opfer auf sich nahmen und vorwärts drängten, so CCTV News.
Zu den Materialien, die erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, gehört auch „Jiebao“ (Siegesbulletin), eine vom Zentralbüro der KP Chinas in Shanghai gegründete Zeitung. Insgesamt erschienen zwischen Oktober 1933 und Juni 1935 40 Ausgaben, in denen die reaktionäre Herrschaft der Kuomintang angeprangert und die militärischen Erfolge sowie die Entwicklung der Roten Armee in den revolutionären Stützgebieten bekannt gemacht wurden.
Ein Dokument liefert einen detaillierten Bericht über die Heldentaten der Roten Armee bei der blitzschnellen Einnahme der Luding-Brücke, erklärte Liu Kun, Mitarbeiter der Abteilung für Archivzugang des Zentralarchivs.
„Die blitzschnelle Einnahme der Luding-Brücke war einer der bedeutendsten Siege von strategischer Tragweite während des Langen Marsches der Roten Armee“, sagte Liu. „Als Augenzeugenbericht vom Schlachtfeld beschreibt dieses Dokument detailliert, wann Einheiten der 1. Frontarmee an der Luding-Brücke eintrafen und ihre Angriffe starteten. Es dokumentiert zudem die Lage vor Ort, als sie die Brücke eroberten, ein Regiment der Sichuan-Truppen besiegten und militärische Vorräte beschlagnahmten.“
Ab Montag können Besucher diese Materialien im öffentlichen Lesesaal des Zentralarchivs einsehen, indem sie einen gültigen Ausweis, wie beispielsweise einen Personalausweis oder einen Dienstausweis, vorlegen, wie CCTV News berichtet.












