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13. 04. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Bo'ao-Forum bringt asiatischen Entwicklungsländern Wohlstand

Schlagwörter: Bo'ao Wohlstand Entwicklungsländer Asien Aufstieg

Chinas Aufstieg als eine globale Wirtschaftsmacht scheint auch den anderen Entwicklungsländern in der Region Wohlstand zu bescheren. Dies sagte zumindest einer der Begründer des Bo'ao-Forums.

"Chinas strategische Reichweite hat zugenommen. Das Land unterzeichnet auf der ganzen Welt Geschäfte, um ausländische Waren und Investitionen zu bekommen", sagte Fidel V. Ramos, ehemaliger Präsident der Philippinen und Vorsitzender des Bo'ao-Forums. Ramos ist einer von über 1000 Regierungs- und Geschäftsführern, die im chinesischen Badeort Bo'ao am jährlichen Treffen teilnehmen, das heuer zum zehnten Mal vom 14. bis zum 16. April stattfindet und als asiatisches Äquivalent zum Weltwirtschaftsgipfel in Davos gilt. Die größtenteils aus Asien stammenden Delegierten geben dem globalen Dialog in zahlreichen Fragen wie dem Klimaschutz, dem freien und fairen Handel sowie dem Thema Vogelgrippe eine asiatische Perspektive.

Ramos, Mitbegründer des Forums und seit acht Jahren dessen Vorsitzender, stellte fest, dass das Hauptverdienst des Forums darin besteht, dass es einen "Gemeinschaftssinn" geschafft hat, der von den poltischen, religiösen und kulturellen Unterschieden unabhängig sei. Der Fokus der diesjährigen Veranstaltung sei die "integrative Entwicklung", sagte Ramos in einem Interview mit Xinhua. "Niemand soll von der Entwicklung ausgeschlossen werden." Vermehrter Handel und höhere Investitionen sollen bei der Bekämpfung der Armut helfen.

Chinas Investitionen und seine wachsende Bedeutung als Exportmarkt für die Asien-Pazifik-Region hat das Land in eine "Wachstumslokomotive" verwandelt, sagte Ramos weiter. Der Boom in der herstellenden Industrie hat Chinas Wachstum den nötigen Treibstoff gegeben: Sie und der Aufbau der Infrastruktur erhöhten in der Folge auch die Nachfrage nach Metall, Landwirtschaftsprodukten und Elektronik. Mit seiner Wirtschaft, die fast sechs Billionen US-Dollar schwer ist, hat China bereits Japan als die zweitgrößte Volkswirtschaft überholt und steht nur noch hinter den USA. Dies sei der Grund, wieso China bei der Verbreitung von Wohlstand in der Region eine Schlüsselrolle einnimmt.

Für Ramos steht die Einberufung des Bo'ao-Forums im Einklang mit Chinas Schub zur Förderung einer "ostasiatischen Identität" durch eine regionale Integration. Dies sei wichtig, wie Ramos betonte, da "wir in den kommenden zehn Jahren erleben, dass die regionale Integration eine globale Norm wird."

Das Scheitern der Welthandelsorganisation TWO beim Öffnen des globalen Handels hat laut Ramos das Bedürfnis für die Schaffung von regionalen Blocks geschaffen. Er rechnet damit, dass dies eine der wichtigsten diplomatischen Aktivitäten der kommenden Jahre werden wird. Ramos warnte allerdings auch, dass Wohlstand nicht nur auf einer wachsenden Handelsaktivität beruhen kann. Friede und Stabilität sei ebenfalls nötig, um Investitionen und Geschäftsmöglichkeiten anzukurbeln.

Quelle: Xinhua

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