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15. 10. 2008 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Ein Dorf als Labor für wirtschaftliche Veränderungen

Der chinesische Präsident Hu Jintao spricht bei einem Besuch des Dorfes Xiaogang im Landkreis Fengyang in der Provinz Anhui mit Dorfbewohnern (30.9.2008)

Der Name des Dorfes Xiaogang in der Provinz Anhui ist in China sehr bekannt, seit das Dorf vor 30 Jahren als erstes das Kollektivland unter den Familien aufteilte. Heute ist das Dorf einer Art Labor für die neuen Reformen auf dem Land. Rahmen der neuesten Reformen, verpachten die Bauern ihr Land an Farmen oder Unternehmen und verdienen an den Pachtgebühren. Anschließend suchen sie Arbeit auf den Farmen oder in den Städten.

Vor zwei Jahren haben der 65 Jahre alte Yan Jinchang und zehn andere Haushalteihre 18 Hektar Land an die Schweinezucht eines Shanghaier Unternehmens vermietet. Im Jahr 2006 errichtete das Unternehmen auf dem Gelände eine Schweinefarm. Yan, der im Dezember 1978 mit seiner experimentellen Aufteilung des Kollektivlandes ein erhebliches politisches Risiko einging, wurde aufgrund seiner Erfahrung zum Verwalter der Schweinefarm ernannt. "Wir züchten spezielle Schweine, die mageres Fleisch produzieren. Unser Fleisch verkauft sich in Shanghai gut und wir sind profitabel", sagt Yan.

Yan verdient nun sowohl an der Verpachtung des Landnutzungsrechtes an die Farm als auch an der Arbeit für sie. Von rund der Hälfte der Haushalte, die ihre Landnutzungsrechte an die Schweinefarm verpachtet haben, arbeitet mindestens ein Familienmitglied für das Unternehmen. "Dies bedeutet, dass sich unsere Einkommen seit der Übertragung der Nutzungsrechte mindestens verdoppelt haben", sagt Yan. Er verdient nun über 1000 Yuan (102 Euro). Jedes Mu (1/15 Hektar). Land das er verpachtet, bringt ihm weitere 500 Yuan jährlich. Bauern in Anhui können durch die Bestellung der Felder jährlich maximal 500 Yuan pro Mu verdienen. Andere Haushalte in Xiaogang haben ihr Land an ein Weingut verpachtet. "Der Gewinn aus dem Anbau von Weintrauben ist zehnmal höher als der aus anderen Feldfrüchte", erklärt der Besitzer des Unternehmens, Yan Deyou.

Bei seinem Besuch in dem Dorf lobte Präsident Hu Jintao den Erfolg des Experiments. Er erklärte, das System der Haushaltshabe die lokale Begeisterung und den Erfolg der landwirtschaftlichen Produktion sehr gefördert. Hu versicherte den Landbewohnern, dass die gegenwärtigen vertraglichen Verhältnisse stabil und für lange Zeit unverändert bleiben würden. Darüber hinaus ermutigte er die Bauern, ihr Land und die Nutzungsrechte nach ihrem Willen zu übertragen. Hus Bemerkungen wurden im Rahmen der dritten Plenarsitzung des 17. Zentralkomitees der kommunistischen Partei Chinas, die in der letzten Woche stattfand, diskutiert.

Duan Yingbin, Veteran der landwirtschaftlichen Reformen, erklärt, dass es schon aufgrund der gewaltigen Größe der Landbevölkerung für jeden ländlichen Haushalt vital sei, eigenes Land zu besitzen. "Es garantiert Armen und schlecht ausgebildeten Bauern den Lebensunterhalt", sagt Duan weiter. Duan ist Präsident der chinesischen Stiftung für Armutsbekämpfung und drängt auf ein rechtliches Rahmenwerk zum Schutz des Rechts der Bauern auf Grundstücksübertragung und zur Förderung von Übertragungen. "Wir sollten unser Bestes versuchen, um die Interessen der Bauern unter den Schutz des Rechts zu stellen."

Quelle: german.china.org.cn

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