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| 23. 10. 2008 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Öl ist Gold wert. Das dachte sich auch die China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) und übernahm die Ölfirma Awilco. Damit katapultiert sich China auf Platz acht der Hochseeölbohrfirmen.

Mit dem Kauf der norwegischen Ölfirma schlägt China gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Nicht nur kann der steigende Ölbedarf des boomenden Chinas besser abgedeckt werden, sondern durch die Tiefseebohrtechnik der Norweger wird es den Chinesen auch anderswo möglich, 260 Meter tiefer zu bohren als bisher. Eine neue Anlage, die insgesamt auf 1500 Tiefe kommt, wird zudem gerade entwickelt. Damit können zusätzliche sieben Prozent der vorhandenen Reserven des wertvollen Rohstoffes von Chinas angebohrt werden.
Chinas drittgrößter Ölmulti CNOOC ist der international agilste. Er ist vor allem in Afrika und im Iran engagiert und nach dem Kauf des norwegischen Unternehmens mit zusätzlichen sieben Bohrinseln und drei Spezialschiffen in Europa vertreten. Im vergangenen Jahr konnte die Offshore Oil Corporation etwa 5,2 Milliarden Euro Gewinn verbuchen, seit seinem Gang an die Börse in 2001 wächst das Unternehmen jährlich etwa um 37 Prozent. Mit dem Kauf von Awilco verhalf die Firma, die zu 70 Prozent vom chinesischen Staat gehalten wird, dem Land schlagartig auf Platz acht der internationalen Ölbohrfirmen, die im Meer tätig sind.
Blieb China lange Zeit der Kauf von amerikanischen oder russischen Ölunternehmen versagt, so gelang Fu Chengyu, Präsident der CNOOC, in diesem Fall doch – mit viel Geduld – der indirekte Einkauf in ein amerikanisches Unternehmen. Awilco besitzt 50 Prozent der amerikanischen Fördergesellschaft Premium Drilling. Schon im Juli hatte die China Oilfield Services (COSL) dem norwegischen Öl- und Gasförderer die großzügige Offerte von insgesamt etwa 2,5 Milliarden US-Dollar gemacht und auch während der Finanzkrise im September rückte die Tochterfirma der CNOOC nicht von ihrem Angebot ab.
Fu Chengyu sucht international nach weiteren Beteiligungsmöglichkeiten. China ist sich bewusst, dass bei anhaltenden Trends bis zum Jahr 2020 etwa 66 Prozent des chinesischen Ölverbrauchs durch den Import gedeckt werden müssen. Heute sind es bereits 40 Prozent. Ein Bericht der Internationalen Energiebehörde in Paris fasst die Weltöllage wie folgt zusammen: "Die chinesische Nachfrage ist die treibende Kraft hinter dem steigenden Bedarf weltweit".
Quelle: german.china.org.cn
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