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| 09. 09. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die chinesische Wirtschaft wird dieses Jahr um 7,8 Prozent wachsen, während die Weltwirtschaft um mehr als 2,5 Prozent zurückgehen wird, prognostizierte die Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD) am vergangenen Donnerstag.

Der UNCTAD-Bericht über Wirtschaft und Handel 2009 geht davon aus, dass Maßnahmen zur Förderung der Binnennachfrage China vor einer Rezession bewahrt haben.
In der ersten Jahreshälfte verzeichnete die chinesische Wirtschaft ein Wachstum von 7,1 Prozent. Mehr als 80 Prozent davon wurden durch Investitionen der Regierung angetrieben.
"Die chinesische Regierung hat ihre Wirtschaftsförderung wirksam eingesetzt, so dass Chinas Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2009 gewachsen ist – obgleich das Land ebenfalls von der weltweiten Wirtschaftskrise betroffen war", sagte Supachai Panitchpakdi, Generalsekretär der UNCTAD, bei einer Feier zur Vorstellung des Jahresberichts in der nordostchinesischen Stadt Changchun, Hauptstadt der Provinz Jilin.
Der Bericht wurde während der fünften China-Jilin-Northeast Asia Investment and Trade Ausstellung vorgestellt, die vom 1. bis zum 6. September andauerte. Er wurde am 8. September veröffentlicht.
Die chinesische Regierung hatte ein vier Billionen Yuan (400 Milliarden Euro) schweres Konjunkturpaket im November 2008 angekündigt, um die heimische Nachfrage und Chinas Wirtschaftswachstum trotz Krise anzukurbeln. Das Geld wird vorwiegend in den Bau von Auto- und Eisenbahnen, den Wohnungsbau, in Krankenhäuser und für Umweltschutzprojekte eingesetzt.
Laut UNCTAD ist der Einfluss erhöhter öffentlicher Ausgaben für Infrastruktur und verstärkter Kreditvergabe in China bereits sichtbar. Die antizyklischen Regierungsmaßnahmen schwächten die Folgen des weltweiten Abschwungs ab.
Der Bericht sagte voraus, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr um mehr als 2,5 Prozent schrumpfen wird. Das Bruttoinlandsprodukt in den westlichen Industrieländern werde um vier Prozent nachlassen, in den Schwellenländern um mehr als sechs Prozent. Es wird erwartet, dass sich das Wachstum der Entwicklungsländer von 5,4 Prozent im Jahr 2008 auf 1,3 Prozent dieses Jahr reduziert.
In Ost- und Südostasien soll das Bruttoinlandsprodukt vor allem in den Ländern fallen, die stark vom Export von Industriewaren abhängen.
Ostasien werde möglicherweise sein Wachstum von 3,7 Prozent beibehalten, wohingegen es in Südostasien um 0,8 Prozent – immer noch weniger als der Durchschnitt der Weltwirtschaft - fallen könne, hieß es in dem Bericht.
Quelle: Xinhua
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