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10. 09. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

China rückt auf Platz 29 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften vor

Die Volksrepublik China wird immer mehr zur Wirtschaftsrepublik. So schaffte es das Land dieses Jahr auf Platz 29 des Wettbewerbsfähigkeitsindexes, da es die Finanzkrise effizient bekämpfen konnte.

Eine der Werkbänke dieser Welt machte einen weiteren Schritt auf der ökonomischen Leiter, da sie letztes Jahr am besten der Wirtschaftskrise widerstanden hatte. So schaffte es China auf den 29. Platz der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften dieser Welt - trotz der größten Wirtschaftskrise seit der großen Depression der 1930er Jahren, wie das Weltwirtschaftsforum am Dienstag berichtete. Die USA hingegen wurden von der Schweiz vom ersten Platz verdrängt, wie der Global Competitiveness Report 2009-2010 zeigt. China ist somit weiterhin das Zugpferd der großen Entwicklungsländer, hatte den zweitgrößten Markt und schaffte es auf Platz acht der stabilsten Volkswirtschaften unter den 133 untersuchten Nationen.

Doch trotz des guten Resultates muss sich China noch weiter entwickeln. So belegt das Land bei den Finanzmärkten bloß Platz 81, bei der Technologie Platz 79 und bei der Ausbildung Platz 61 aller Länder, was zeigt, dass die bevölkerungsreichste Nation nicht länger nut auf billige Arbeit als Standortvorteil setzen kann. "Unser Land sollte sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Es ist höchste Zeit, dass wir unseren Entwicklungsplan ändern, sonst können wir wohl nicht weiter vorankommen", meinte Wang Yizhou, ein Forscher der Weltwirtschaft und Politik an der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, im Interview mit China Daily. Gemäß dem Report sollte sich China mehr auf das Verbessern seiner Effizienz konzentrieren, da genau der Mangel an Effizienz das Wachstumsziel von 8 Prozent gefährde. Doch China kann sich inzwischen immerhin auf ein relativ ausgereiftes Wirtschaftsumfeld (Platz 38) und eine gute Innovativität (Platz 26) verlassen. Zudem erlaube der gute Staatshaushalt des Landes seiner Regierung, die Nachfrage zu stimulieren, in Infrastruktur zu investieren und Wirtschaftsreformen durchzuführen, so der Report.

"Chinas Finanzsystem zeigt das verflochtene Problem des Wechselkurses und der Zinsraten. Die Dominanz der großen staatlichen Banken ist zudem ein weiterer Faktor, der Finanzinnovationen unterbindet, und ist wahrscheinlich auch der Grund weswegen kleine und mittlere Unternehmen nur schwerlich Kredite erhalten", meinte Duncan Innes-Ker, ein Ökonom der Economist Intelligence Unit zur Frage, wie China sein Finanzsystem verbessern könnte. "Doch die Asienkrise der späten 1990er-Jahren und die jüngste Finanzkrise zeigten die Gefahren klar auf, zu welchen eine zu schnelle Liberalisierung führen kann. Daher ist Vorsicht bei finanziellen Reformen geboten", fügte der Wissenschaftler hinzu. Im Jahre 2004 belegte China noch Platz 46 im Wettbewerbsfähigkeitsreport und kletterte seit dem stetig die Entwicklungsleiter hinauf. Letztes Jahr erreichte die chinesische Volkswirtschaft Platz 30. Der Wettbewerbsfähigkeitsindex basiert auf 12 Kategorien, darunter Institutionen, Infrastruktur, makroökonomische Stabilität, Gesundheitsversorgung und Grundausbildung, Berufs- und Hochschulbildung, Gütermarkteffizienz, Arbeitsmarkteffizienz, Finanzmarktqualität, Technologie, Marktgröße, Geschäftsumfeldsqualität und Innovativität.

Quelle: China Daily

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