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09. 02. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Inlandskonsum: China fördert Verkauf von Haushaltsgeräten

China will sein Programm zur Inzahlungnahme von gebrauchten Haushaltsgeräten von ursprünglich neun Pilotstädten auf weitere ausdehnen. Damit soll die heimische Nachfrage weiter angekurbelt werden.

Das Programm sieht den Verkauf neuer Haushaltsgeräte sowie den Ankauf und die Wiederverwertung alter Geräte und Elektronik wie Computer vor. Provinzen, die bereit und in der Lage seien, alte Geräte wiederzuverwerten, könnten sich bei dem Programm bewerben, sagte Jiang Zengwei, stellvertretender Handelsminister bei einem Treffen der Ministerien für Handel, Finanzen und Umweltschutz am Freitag.

Das Programm zur Ankurbelung des heimischen Konsums startete am 1. Juni 2009 und wird am 31. Mai 2010 enden. Es bietet Konsumenten in neun chinesischen Städten darunter Beijing, Shanghai, Changsha und kleineren Städten in der Provinz Jiangsu an, ihre alten Haushaltsgeräte abzugeben.

Die Kunden können maximal 400 Yuan (43 Euro) für ihre Fernseher oder Computer bekommen, 350 Yuan (37 Euro) für Klimaanlagen, 300 Yuan (32 Euro) für Kühlschränke und 250 Yuan (27 Euro) für Waschmaschinen. Die gebrauchten Geräte werden an Entsorgungsunternehmen weiterverkauft.

Bis zum 4. Februar hatten die neun Pilotprovinzen 6,42 Millionen alte Haushaltsgeräte entsorgt, 5,87 Millionen neue Geräte verkauft und 3,12 Millionen Geräte verschrottet.

LCD-TV Geräte, Kühlschränke mit zwei oder drei Türen und energieeffiziente Klimaanlagen seien die beliebtesten Geräte, hieß es aus dem Handelsministerium.

Das Programm habe bisher einen Umsatz von 23,2 Milliarden Yuan (2,48 Milliarden Euro) generiert. Ein Drittel des Umsatzes beruhe auf dem Verkauf von Farbfernsehern, Kühlschränken, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Computern. Im vierten Quartal 2009 habe der Umsatz bei 293,28 Milliarden Yuan (31,39 Milliarden Euro) gelegen, 9,4 Prozent mehr als im vorangehenden Quartal und 104 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Ministerium mit.

"Die Inzahlungnahme von gebrauchten Haushaltsgeräten hat eine aktive Rolle in der Bewältigung der Finanzkrise und der Ankurbelung der heimischen Nachfrage gespielt", sagte Jiang. Sechs Millionen Familien haben bisher 2,28 Milliarden Yuan (244 Millionen Euro) für alte Geräte erhalten.

Sun Hongshan, Geschäftsführer der Niederlassung von Henan Xinfei Electric in Beijing, sagte am Sonntag der Tageszeitung Global Times, dass 40 Prozent der Kühlschränke des Unternehmens in dem "neu-für-alt" Programm verkauft wurden. Das habe der Marktnachfrage gut getan, vor allem während des Nationalfeiertages und der Feiertage zum Neuen Jahr.

"Die Richtlinie hat das Konsumverhalten hin zu anspruchsvolleren Produkten verändert. Die Kunden kaufen verstärkt Produkte im mittleren oder oberen Preissegment", sagte Sun.

Lan Wei, Dozentin an der Universität Beihang erhielt im Oktober 400 Yuan (43 Euro) für ihren alten Farbfernseher und kaufte sich darauf einen neuen von Panasonic für 7900 Yuan (845 Euro).

"Das ist ein gutes Geschäft, weil der alte Fernseher ganz abgenutzt war und ich niemals geglaubt hätte, für die Entsorgung noch Geld zu bekommen", sagte sie.

Suns Meinung nach sollte die Regierung jedoch die Ankaufspreise erhöhen, da sie viel zu niedrig für teure Geräte seien.

Quelle: Global Times

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