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05. 03. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Handelsstreitigkeiten zwischen China und USA eskalieren

Die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den Vereinigten Staaten sind weiter eskaliert, nachdem das US-Handelsministerium am Dienstag die vorübergehende Erhebung von Zöllen für aus China importiertes Kaliumphosphat-Salz und beschichtetem Papier ankündigte. Die USA hatte die chinesische Regierung zuvor der Subvention ihrer Hersteller beschuldigt.

Chinesische Hersteller von Kaliumphosphat-Salzen könnten sich beim Export ihrer Produkte in die USA bald einem Ausgleichszoll von bis zu 109 Prozent gegenübersehen. Chinas Hersteller von beschichtetem Papier zahlen Zölle zwischen vier und 13 Prozent.

Die USA wollen im Mai ihre endgültige Entscheidung verkünden. Bis dahin wird die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde eine Bar-Anzahlung oder eine Kaution in Höhe der anvisierten vorübergehenden Zollhöhe einfördern.

Die US-Importe von chinesischen Kaliumphosphat-Salzen stiegen von 2006 bis zum Jahr 2008 um 228 Prozent auf 16,4 Millionen US-Dollar (12 Millionen Euro). Wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurde das beschichtete Papier aus China Schätzungen zufolge in den USA im Jahr 2008 für 228,7 Millionen US-Dollar (167 Millionen Euro) verkauft.

Diese Ankündigung kommt eine Woche nachdem die USA bereits Zölle von bis zu 12,97 Prozent auf nahtlose Edelstahlrohre aus China eingeführt haben.

Yao Jian, Sprecher des chinesischen Handelsministeriums verurteilte den "Protektionismus" der USA im ersten Fall: "Die USA missbrauchen ihre eigenen Maßnahmen zur Entspannung der Handelsbeziehungen."

Kaliumphosphat-Salze werde für industrielle Reinigungsprodukte, Düngemittel und Nahrungszusatzstoffe hergestellt. Beschichtetes Papier wird für den Druck hochwertiger Zeitschriften, Kataloge und Firmenbroschüren verwendet.

Die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA haben sich seit September 2009 verschlechtert, nachdem die USA Strafzölle für Reifen aus China eingeführt hatte. Die Streitigkeiten weiteten sich rasch auf andere Branchen und Produkte aus, darunter Stahlrohre, Filme, Rohstoffe, Heizdecken und Drahtbeschichtungen.

In den ersten elf Monaten 2009 haben 19 Länder 103 Ermittlungen gegen chinesische Produkte, mit einem Warenwert von insgesamt 11,6 Milliarden US-Dollar (8,5 Milliarden Euro) eingeleitet – ein Rekord, was die Anzahl und den Warenwert betrifft.

Quelle: Shanghai Daily

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