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| 29. 07. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Der Bergbaukonzern Zijin, der 75 Prozent seines Verkaufsumsatzes mit Gold erzielt, muss seine Goldproduktion drosseln, nachdem er mehrfach in Umweltverschmutzungsskandale involviert war und Journalisten bestechen wollte.
Chinas größter Goldproduzent, die Zijin Mining Group, wurde von der Regierung dazu angehalten, ihre Goldproduktion zu drosseln, um die Gefahr ihrer größten Mine für die Umwelt zu reduzieren. Die Mine verschmutzte einen nahegelegenen Fluss der Provinz Fujian mit Säurewasser. Der Entscheid wurde an einem Treffen der Lokalregierung am Montag getroffen, erklärte die Firma vorletzte Nacht an der Shanghaier Börse. Zijin sagte, dass die Gruppe eine Tonne weniger Gold produzieren werde, ein Prozent der Jahresproduktion 2009. Den Investoren sicherte der Konzern bereits zu, dass der Umweltskandal den Geschäftsgang nicht beeinflussen wird.
Die Säureverschmutzung, der größte Umweltskandal der Branche in den letzten zwei Jahren, zwang Zijin dazu, den Handel seiner Aktien zweimal in einem Monat zu suspendieren. Am letzten Handelstag, dem 23. Juli, fielen die Aktien der Firma in Hongkong um 10,6 Prozent und in Shanghai um 4,3 Prozent verglichen mit dem 9. Juli, dem letzten Handelstag vor Bekanntgabe der Säureverschmutzung. Zijing musste eine Fabrik bei der Zijinshan Mine Mitte Juli schließen. Die Kupferabbauaktivitäten der Gruppe werden erst Ende Jahr wieder aufgenommen, erklärte Luo Yingnan, Präsident der Zijin Mining Group.
Goldgeschäft Lebenswichtig. Obwohl noch unklar ist, ob die Goldproduktion weiter gedrosselt werden muss, sorgen sich Analysten um Zijins Jahresbilanz. Liang Jianwen, ein Buntmetallanalyst bei Guotai Junan Securities in Guangdong, erzählte, dass Zijin in echten Schwierigkeiten stecken würde, wenn es die Goldproduktion stark reduzieren müsste, da der Geschäftsteil einen großen Teil des Umsatzes einbringt. Dem Geschäftsbericht 2009 des Konzerns zufolge produzierte die Zijinshan Mine fast 60 Prozent des Rohgolds der Gruppe und das Goldgeschäft trägt 75 Prozent zum Verkaufsumsatz der Firma bei. Zijin versuchte Berichten zufolge, sich des Skandals zu entledigen, indem es Journalisten, die an den Unfallort reisten, Bestechungsgelder anbot.
Der Konzern war seit 2006 bereits in mehrere Verschmutzungsskandale involviert, so in der nordchinesischen Provinz Hebei und in der südchinesischen Provinz Guizhou, wie das China Entrepreneur Magazine berichtete. Pressesprecher Zhao Jugang verkündete, dass der Konzern 200 Millionen Yuan (22,7 Millionen Euro) binnen eines Jahres investieren wolle, um die Umweltrisiken zu senken.
Quelle: Global Times
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