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| 22. 12. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
China erwartet von der Europäischen Union (EU) "wesentliche" Fortschritte bei der Lockerung der Exportbeschränkungen von Hochtechnologien, sagte der stellvertretende chinesische Ministerpräsident Wang Qishan.
China betreibe eine aktive Finanzpolitik und eine stabile Währungspolitik, während die EU aktiv Maßnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise einsetze. China und die EU sollten ihre Zusammenarbeit verstärken, um ein starkes, nachhaltiges und allumfassendes Wachstum der Volkswirtschaften in China und der EU und sogar der Weltwirtschaft zu bewirken", sagte Wang.
Wang sagte dies während der Eröffnungsfeier der dritten EU-China Gipfelgespräche über Wirtschaft und Handel in Beijing.
"China hofft, dass die EU sich substanziell Themen wie der Aufhebung des Exportverbots von Hochtechnologien annimmt. Außerdem soll die EU Chinas marktwirtschaftlichen Status anerkennen und die legitimen Rechte und Interessen der chinesischen Investitionen in der EU schützen sowie angemessen auf die Bewerbung von chinesischen Investoren für EU-Visen reagieren, sagte er.
China ist für die EU der größte Handelspartner und die zweitgrößte Exportnation.
Wang zufolge könnten China und die EU gemeinsam Potenzial in den Bereichen der neuen Energien, neuen Werkstoffe, Energieeinsparung und Umweltschutz erschließen.
Doch die EU sei bisher eher aggressiv gewesen und führte handelsprotektionistische Maßnahmen gegen China ein, während sich die Schuldenkrise ausbreitete. Nach Angaben des Ministeriums für Handel erließ die EU während der ersten zehn Monate dieses Jahres zehn handelspolitische Schutzmaßnahmen gegen China und übertraf so die Gesamtzahl für das Jahr 2009. Der Wert betraf in den zehn Fällen 4,74 Milliarden US-Dollar (3,60 Milliarden Euro), das 5,5-fache des gesamten letzten Jahres.
"Wir müssen dem Handelsprotektionismus gemeinsam widerstehen und die Doha-Gespräche für einen ausgewogenen und umfassenden Erfolg weiter voranbringen", sagte Wang.
Quelle: China Daily
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