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27. 12. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Wen Jiabao gibt sich für Inflationsbekämpfung optimistisch

Schlagwörter: Inflationsbekämpfung

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao gibt sich trotz aller Widrigkeiten optimistisch für die chinesische Wirtschaft und ist sich sicher, dass er die Inflation in den Griff bekommt.

Der chinesische Ministerpräsident Wen erklärte am Sonntag, dass die Regierung die Inflation in Schach halten werden könne, forderte aber zugleich weitere Maßnahmen im Kampf gegen die steigenden Wohnungspreise. Die Maßnahmen, welchen letzten Monat ergriffen wurden, umfassen unter anderem direkte Preiskontrollen, um die Spekulation zu bekämpfen, sowie eine Anziehung der Geldpolitik. Dies habe bereits zu ersten Resultaten geführt, so der Ministerpräsident. Die chinesische Zentralbank hob am Samstag zum zweiten Mal in nur zwei Monaten den Leitzinssatz an, da die Regierung ihren Kampf gegen die andauernd starke Inflation verstärken will.

"Wir haben bereits sechsmal in Folge den Mindestreservesatz für die Banken und zweimal den Leitzinssatz erhöht, um überschüssige Liquidität aus den Märkten zu nehmen. So können wir die Inflation auf einem vernünftigen Niveau halten, was der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes hilft", erklärte Wen in einer Sendung des Staatsradios, ein Tag nach Erhöhung der Leitzinssätze. "Ich glaube, dass wir die Preise durch unsere Maßnahmen auf einem vernünftigen Niveau halten können. Als wichtiger Regierungsführer liegt das auch in meiner Verantwortung und ich werde mich dafür einsetzen", erklärte er in einer Stellungnahme, welche auf www.cnr.cn veröffentlicht wurde.

Kampf gegen Immobilienblase. Die Zentralbank erklärte am Freitag, dass sie eine Reihe von Maßnahmen ergreifen wird, um den Inflationsdruck und die Anlageblasen in den Griff zu bekommen. China intensivierte den Kampf gegen die Immobilienblase im April und September und möchte die steigenden Immobilienpreise unter Kontrolle bekommen. "Bis jetzt sind die Maßnahmen aber noch nicht ausreichend gut umgesetzt worden und wir werden daher auf zwei Arten unseren Kampf fortführen müssen", so Wen. Die Regierung plane daher einerseits, 10 Millionen günstige Wohnungen im Jahr 2011 zu bauen, während es dieses Jahr erst 5,8 Millionen gewesen sind. Zudem wird sie die Spekulation im Immobilienmarkt noch stärker bekämpfen, hauptsächlich durch geldpolitische und raumplanerische Maßnahmen, erklärte Wen, ohne in die Details zu gehen.

Immobilientransaktionen und Landkäufe, wichtige Faktoren hoher Wohnungspreise, waren in den letzten Wochen rückläufig, da sich viele Investoren vor weiteren politischen Maßnahmen fürchten. Doch trotz aller Widrigkeiten gibt sich Wen Jiabao kämpferisch: "Ich glaube, dass die Immobilienpreise durch unsere Maßnahmen wieder auf ein vernünftiges Niveau zurückgehen werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen."

Quelle: Xinhua

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