| Home | Aktuelles |
Multimedia |
Service |
Themenarchiv |
Community |
| Home>Wirtschaft | Schriftgröße: klein mittel groß |
| 31. 01. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
An der Wall Street mehren sich die Stimmen, die vor einem Platzen der Immobilienblase in China warnen. Einige Hedgefonds-Manager positionieren sich in Leerverkäufen auf dem chinesischen Immobilienmarkt. Zu diesen Fondsmanagern gehören Hugh Hendry, James Chanos und Mark Hart.

Der Hedgefonds-Manager James Chanos, der den großen Betrug bei der Pleitefirma Enron vorhergesagt hatte, kommentierte im letzten Januar den chinesischen Immobiliensektor: "Die Blase wird eher früher als später platzen. China ist tausendmal schlimmer als Dubai."
Er ist nicht allein. Der 41-jährige Fondsmanager Hugh Hendry von Eclectica Asset Management hat den Fonds "distressed China fund" gegründet. Wenn die Konkurrenzfähigkeit Chinas sänke, könnten die Anleger in den Fonds einen mehrfachen Gewinn bekommen, verspricht Hendry.
Außerdem hat der amerikanische Hedgefonds-Manager Mark Hart der Hedgefonds-Gesellschaft Corriente Advisors seinen Kunden auch einen Hedgefonds angeboten, der auf das Platzen der chinesischen Immobilienblase wettet – China Opportunity Master Fund. China sei kein "Wachstumsmotor für die Weltwirtschaft", sondern ein "enormes Ende", behauptete Hart einmal. Er hatte bereits die Immobilienkrise der USA und die Schuldenkrise der Eurozone vorhergesagt und profitierte sehr davon.
Starke Kontrolle für Kapitalfluss in China. China hat seinen Finanzmarkt noch nicht ganz geöffnet und ausländische Anleger können nicht direkt in den A-Aktienmarkt, der wichtigste Aktienmarkt des Landes, investieren. Die großen Hedgefonds wetten vor allem auf die Aktienkurse der börsennotierten Firmen an der Hongkonger Börse und die Preise der Massenprodukte, die von der chinesischen Nachfrage abhängen.
An der Hongkonger Börse sind viele chinesische Immobilienfirmen gelistet. Das bietet den Hedgefonds eine Chance an, mit den Leerverkäufen ihrer Aktien Geld zu machen.
Manche Hedgefonds versuchen, von Leerverkäufen der Aktien der Rohstoffunternehmen zu profitieren, weil China der größte Kunde vieler Firmen für Massenprodukte wie Eisenerz, Öl und Kupfer ist. Einige Fonds wetten auf eine Abwertung des Australischen Dollars, da Australien ein wichtiger Massenproduktenlieferant für China ist.
Hendry wettet gegen China auf eine ungewöhnliche Weise: Er kaufte in großem Umfang Credit Default Swaps auf Anleihen von japanischen Industrieunternehmen wie JFE Holdings Inc. und Nippon Steel Corp, die von Chinas Bauboom profitieren.
Ein Beamter des chinesischen Devisenamtes sagte gegenüber der Zeitung Economic.Observer.Newspaper, China würde eine Devisenkontrolle einführen wenn eine extreme Situation passiert wäre.
Ökonom Andy Xie meint, die sogenannten Leerverkäufe der Hedgefonds werden keine Bedrohung für China darstellen. Xie meint, die Situation in China sei anders als in anderen Ländern. Die Kreditvergabe, Infrastruktur, Export und Konsum könnten einander nur begrenzt beeinflussen. In den USA gebe es allerdings große Zusammenhänge zwischen Kreditvergabe, Konsum und Immobilien. Der chinesische Immobilienmarkt sei ein Spiel für wenige Reiche, und die einfachen Leute könnten nur schwerlich daran teilnehmen, so Xie. "Die chinesische Regierung wird die Krise nicht passieren lassen", meint Xie.
Ben Shenglin bei der US-Investmentbank JP Morgan (China) sagte: "China steht zwar vor zahlreichen Herausforderungen, aber wir sind optimistisch, was die Perspektive Chinas betrifft." JP Morgan prognostizierte am 25. Januar, Chinas BIP im Jahr 2011 werde um 9,6 Prozent wachsen. Zudem erwartet die Bank, dass sich die Erholung der Weltwirtschaft positiv auf Chinas Exportindustrie ausüben werde. Spätestens im November 2011 sollte die chinesische Wirtschaft von diesem Effekt profitieren.
"China verfügt über die weltweit größten Devisenreserven und kann großen Kapitaleinfluss und -abfluss aushalten", behauptete Chen Bingcai, Forscher an der Chinese Academy of Governance.
Quelle: german.china.org.cn
Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur
| Kommentar schreiben |
| Kommentare |
|
Keine Kommentare.
|
| mehr |