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| 30. 03. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Katastrophenszenen in Japan haben die Welt erschüttert und haben die Professionalität des Landes in Frage gestellt. Das Land benötigt riesige Geldmittel, um die zerstörten Städte und die damit verbundene Infrastruktur wieder aufzubauen. Die Kosten werden auf über 300 Milliarden US-Dollar geschätzt. Eine enorme Summe Geld auch für eine gesunde Volkswirtschaft.
Als die Katastrophe passierte, begann die japanische Wirtschaft sich langsam von der internationalen Finanzkrise 2008-2009 zu erholen. Vor genau zwanzig Jahren endete die japanische Seifenblasenwirtschaft. Danach erlebte Japan in den letzten zwanzig Jahren eine "verlorene Dekade" und hat sich nie mehr richtig davon erholt. Außerdem steht das Land noch vor den Herausforderungen der Veraltung seiner Gesellschaft.
Was kann Japan denn nun machen? Glücklicherweise verfügt Japan über große Währungsreserven und die meisten davon sind in US-Staatsanleihen. Diese Währungsreserven betragen über eine Billion US-Dollar, das 20 Prozent des japanischen Bruttoinlandsprodukts entspricht. Japan muss nun vermutlich einen Teil dieser Staatsanleihen verkaufen.
Eine dynamische und schnelle Abwertung des Yen ist wahrscheinlich die Folge. Nach den Katastrophen stieg der japanische Yen kurzzeitig an. Der Grund liegt darin, dass japanische Unternehmen Auslandsvermögen verkauften und den Yen kauften. Langfristig aber zeigt der Yen einen Abwärtstrend, meint der Ökonom Andy Xie.
Wenn ein Land wie Japan so ein riesiges Eigentum verliert, wird seine Währung automatisch abgewertet. Ein Fall unter 100 USD/JPY in diesem Jahr ist realistisch, meint Xie. Das Land erlitt bereits große Verluste durch das Erdbeben und durch den Unfall des Atomkraftwerks. Die unterbrochene Produktion wird in den folgenden Monaten den Export in Japan verschlechtern. Japan wird vermehrt Erdöl und -gas einführen müssen. All dies zeigt, dass der Wert des Yen vermutlich sinken wird, so Xie.
Der Yen ist kein sicherer Hafen mehr
Die Weltwirtschaft scheint sich zu erholen, doch die atomare Katastrophe in Japan übt sich negativ auf die japanische Wirtschaft aus. Gestern ist der Yen gegenüber den anderen wichtigen Währungen gefallen, nachdem große Menge radioaktiver Stoffe außerhalb Fukushima-Reaktoren bestätigt wurden. Analysten meinen jetzt, der Yen ist kein sicherer Hafen mehr.
Quelle: german.china.org.cn
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