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17. 06. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Korrupte Beamte bringen ihre Beute ins Ausland

Schlagwörter: Korrupte Beamte,Ausland,Geld,Vermögenstransfer

Viele korrupte Beamte schaffen ihr ergaunertes Geld aus China heraus, um sich vor möglichen rechtlichen Sanktionen zu schützen.

Korrupte Beamte wendeten laut einem am Montag veröffentlichten Bericht der chinesischen Zentralbank (PBOC) im Wesentlichen acht Methoden für illegalen Vermögenstransfers im Ausland an. Dazu zählen Bargeldschmuggel, Bankdienstleistungen im Untergrund, Handel per Girokonto, Investitionen im Ausland, der Missbrauch von Kreditkarten und ausländischen Finanzzentren, Direktzahlungen ins Ausland sowie Zahlungen an im Ausland lebende Familienangehörige.

Die Summe des verschleppten Geldes der Beamten beläuft sich Schätzungen zufolge auf 85,8 Milliarden Euro, allerdings bleibt der genaue Betrag der ins Ausland beförderten Geldmittel im Dunklen. Die USA sind der bevorzugte Zielort hochrangiger korrupter Beamter. Andere beliebte Destinationen sind Australien und den Niederlanden. Die grenzüberschreitenden illegalen Geldtransfers verursachen für China enorme Verluste, da die Mehrheit der Fälle kaum zurückverfolgt und aufgedeckt werden können.

Die Volksrepublik China führte im vergangenen Jahr ein koordiniertes System ein, um korrupten Staatsdienern die Flucht aus dem Land unmöglich zu machen. Von Januar bis November 2010 wurden nahezu 14.000 Fälle geschäftlicher Korruption geprüft, bei 21 Prozent davon waren Staatsbeamte involviert.

Quelle: China Daily

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