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06. 08. 2011 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Chinas Abhängigkeit von Ölimporten erreicht 55,2 Prozent

Schlagwörter: China,Abhängigkeit von Ölimporten,USA,Ölverbrauch

In den ersten fünf Monaten dieses Jahres stieg Chinas Ölverbrauch rapid. Die Abhängigkeit des Landes von Ölimporten betrug demnach knapp 55,2 Prozent, was bereits mehr als die der USA ist. Experten sind der Ansicht, dass China diese Situation verändern sollte.

Chinas schnelle Wirtschaftsentwicklung werde zu einem Wachstum des Energieverbrauchs führen, was wiederum einen großen Druck auf das Land ausübt, meinte Professor Lin Boqiang von der Xiamen-Universität. "Je höher die Ölabhängigkeit ist, desto unsicherer ist das Land. Was können wir tun, wenn es Krieg gibt und wir kein Erdöl importieren können?", sagte Lin. Außerdem wirken sich die Schwankungen der internationalen Ölpreise stärker auf die Volkswirtschaft aus.

Die steigende Nachfrage nach Öl habe viel mit dem wachsenden Automarkt in China zu tun, meint Lin. Jährlich werden nun 18 Millionen Autos verkauft und die Zahl könne bald auf 20 Millionen klettern. Das bedeutet, dass sich die Nachfrage nach Öl jährlich um über 40 Millionen Tonnen erhöhen könnte.

Zhou Dadi ist der ehemalige Direktor des Energieforschungsinstituts unter der Entwicklungs- und Reformkommission. Chinas Abhängigkeit von ausländischem Öl könne nicht sofort sinken. Sie werde im Gegenteil eher zunehmen. Daher soll China Ressourcen sparen und so schnell wie möglich eine umweltfreundliche Gesellschaft aufbauen, so Zhou.

Experten rechnen damit, dass Chinas Ölabhängigkeit bis ins Jahr 2020 auf 60 Prozent steigen und sich die Ölimporte auf 400 Millionen Tonnen belaufen werden. Angesichts dieser Situation soll China den Aufbau der strategischen Ölreserven fördern, um die Risiken der Abhängigkeit vom Ölangebot und dem Einfluss der Bewegungen der internationalen Marktpreise für raffiniertes Öl auf den heimischen Markt abzumildern.

Quelle: german.china.org.cn

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