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| 08. 08. 2011 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die chinesische Notenbank dürfte den Leitzins im Kampf gegen die Inflation im August zum dritten Mal dieses Jahr anheben, vermuten Analysten.
China wird den Leitzins wohl in nächster Zeit weiter erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen, wenn man den jüngsten Kommentaren von Analysten Glaube schenkt.
Eine Lockerung der Straffungsmaßnahmen der Regierung ist auch im dritten Semester kaum zu erwarten, sagte Li Xunlei, Chefökonom von Guotai Junan Securities, im Interview mit der Zeitung Securities Daily. Weitere Erhöhungen des Zinssatzes im dritten Semester seien nicht auszuschließen, so Li. Im Juni eskalierte Chinas Inflation auf ein Drei-Jahres-Hoch von 6,4 Prozent. Die Regierung wird voraussichtlich den Konsumentenpreisindex, den wichtigsten Gradmesser der Inflation, für den Juli im Verlaufe dieser Woche bekannt geben. Die chinesische Zentralbank erhöhte die Zinsen dieses Jahr bereits dreimal und hob sechsmal die Mindestreservensatz für die Banken an, um überschüssige Liquidität aufzusaugen und die Inflation zu dämpfen. Li erklärte, dass der Mindestreservensatz der Banken bereits auf einem Rekordhoch von 21,5 Prozent sei und nur wenig Raum bestehe, diese weiter zu erhöhen.
Inflationsbekämpfung weiterhin Hauptziel. Lu Zhengwei, Chefökonom der Industrial Bank, sagte der Securities Daily, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung im August hoch sei. Der Kampf gegen die Inflation wird auch im zweiten Semester dieses Jahres Chinas Hauptziel bleiben und das Land werde seine straffe Geldpolitik fortführen, verkündete die Zentralbank am Montag.
Analysten sagten, dass die Marktliquidität ebenfalls die Inflation beeinflussen dürfte. Li schätzt, dass Chinas neue Bankkreditvergaben im Juli ungefähr 600 Milliarden Yuan (65,3 Milliarden Euro) betragen. Dass wäre zwar weniger als die 633,9 Milliarden Yuan (69.0 Milliarden Euro) im Juni aber immer noch 12,3 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.
Lu prognostiziert hingegen, dass das Volumen neuer Kredite im Juli dieses Jahres bei 550 Milliarden Yuan (59,8 Milliarden Euro) liegen dürfte, nur wenig höher als die 532,8 Milliarden Yuan (58,0 Milliarden Euro) im Juli 2010. Li Huiyong, Analyst bei Shenyin & Wanguo Securities, setzt seine Prognose bei 623,5 Milliarden Yuan (67,8 Milliarden Euro) an und folgerte, dass sowohl eine Erhöhung des Mindestreservensatzes der Banken wie auch des Zinssatzes sehr wahrscheinlich seien.
Quelle: China Daily
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